Programm "Landschaftswerte 2.0" unterstützt mit 3,5 Millionen Euro insgesamt acht Projekte für mehr Natur- und Artenvielfalt in Niedersachsen
Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer hat am Dienstag, den 20.01.2026 einen Förderbescheid in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro an die Johannes Lindemann GmbH & Co. KG für die vorbildliche ökologische Aufwertung eines alten Industriegebietes übergeben. Das Projekt für einen grünen Stadtteil in Stade ist eines von insgesamt acht Vorhaben (siehe Listen unten), die in der Förderrichtlinie „Landschaftswerte 2.0“ bewilligt wurden und kann jetzt in die Umsetzung gehen. Ziel des Vorhabens ist die biologische Artenvielfalt eines ehemaligen Industrieareals im Stadtgebiet von Stade wiederherzustellen, neue Lebensräume an Gewässern und Biotopen für bedrohte Arten zu schaffen und gleichzeitig einen ökologischen Naherholungsraum mit gutem Wasserhaushalt und Klima unter Einbindung in die umliegenden städtischen Strukturen zu entwickeln.
„Gerade in unseren Städten brauchen wir mehr Raum für Natur, um die Artenvielfalt zu stärken und die Folgen der Klimakrise abzumildern. Das Projekt in Stade zeigt, wie ehemalige Industrieflächen zu lebendigen grünen Stadträumen werden können, von denen Natur und Menschen gleichermaßen profitieren. Mich freut sehr, dass das Unternehmen Johannes Lindemann GmbH & Co KG für das grüne Stadtareal zahlreiche Umweltideen von Regenwasserrückhalt, Solarenergie, Gewässerrenaturierung für Eisvogel und weitere Tiere bis Dachbegrünung umsetzen will und so viele Naturbiotope schaffen will.“ Christian Meyer, Niedersächsischer Umweltminister
Mit dem Projekt wird eine bislang industriell geprägte, bereits entsiegelte Fläche einer ehemaligen Gummifabrik in zentraler Lage der Stadt ökologisch neu entwickelt und für Mensch und Natur aufgewertet. Konkret ist vorgesehen, naturnahe Lebensräume neu anzulegen und zu vernetzen; darunter renaturierte Gewässerabschnitte, Blühflächen, Grünanlagen, Baumpflanzungen sowie Nist- und Quartiermöglichkeiten für Vögel, Fledermäuse und Insekten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der ökologischen Aufwertung des Burggrabenarms und der Harschenfleether Wettern. Diese Maßnahmen stärken den regionalen Feuchtbiotopverbund und verbessern zugleich das innerstädtische Kleinklima. Ergänzend ist ein nachhaltiges Regenwassermanagement vorgesehen: Niederschlagswasser soll gesammelt und zur Bewässerung der neu entstehenden Grünflächen genutzt werden.
Friedrich Witt, Geschäftsführer der Lindemann Gruppe, sagte: „Die Förderung ist für uns sehr wichtig, weil wir damit direkt hier in der Region Stade etwas bewegen können. Wir freuen uns über die Unterstützung und darüber, dass unsere Arbeit vor Ort gesehen und anerkannt wird. So können wir konkrete Maßnahmen umsetzen, die der Umwelt nutzen und der Region Stade langfristig zugutekommen.“
Die Gesamtinvestition des Projekts beläuft sich auf rund 3,75 Millionen Euro. Die Zuwendung beträgt 70 Prozent, also 2.625.727 Euro. Davon stammen rund 2,25 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie rund 375.000 Euro aus Landesmitteln. Die Umsetzung des grünen Stadtareas ist für den Zeitraum 2026 bis 2028 geplant.
Quelle: Presseinformation des Nds. Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz vom 20.01.2026 - Umweltminister Meyer übergibt Förderbescheid in Höhe von 2,6 Millionen Euro für grünes Stadtareal in Stade