„2025 war ein starkes Förderjahr für die NBank. Trotz globaler Unsicherheiten und gedämpfter Investitionsbereitschaft konnte die NBank als das zentrale Förderinstitut des Landes wichtige Impulse für Zukunftsinvestitionen geben“, so Matthias Wunderling-Weilbier, Verwaltungsratsvorsitzender der NBank.
Deutlicher Zuwachs bei Förderkrediten
Maßgeblich zum Wachstum beigetragen hat das Darlehensgeschäft. Das Volumen der Förderkredite in den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Wohnraum stieg um rund 220 Millionen Euro auf mehr als 940 Millionen Euro.
„Unsere strategische Neuausrichtung zeigt Wirkung“, so NBank-Vorstandsvorsitzender Michael Kiesewetter. „Haupttreiber ist der Kommunale Infrastrukturkredit. Mit mehr als 480 Millionen Euro haben wir unser Ziel von 330 Millionen Euro weit übertroffen. In der Wirtschaftsförderung haben wir durch einen Schub beim Konsortialkredit einen großen Sprung gemacht. Dahinter steht ein klarer Kurs: Unsere Förderung soll gezielt Investitionen ermöglichen, die die Transformation in Niedersachsen voranbringen. “
NBank fördert mehr sozialen Wohnraum
Ein besonderer Fokus lag auch 2025 auf der sozialen Wohnraumförderung. Insgesamt hat die NBank den Bau und die Sanierung von 2.799 Wohnungen bewilligt – ein Plus von knapp 20 Prozent. Dafür standen rund 385 Millionen Euro bereit. „Die steigenden Antragszahlen zeigen: bezahlbarer Wohnraum ist eines der zentralen Herausforderungen unserer Zeit“, so Kiesewetter. „In einer sich wandelnden Gesellschaft ist die soziale Wohnraumförderung ein zentrales Instrument, um Chancengleichheit zu schaffen.“
Unternehmen treiben Zukunftsinvestitionen voran
Für kleine und mittlere Unternehmen stellte die NBank 332 Millionen Euro bereit, davon rund 240 Millionen Euro als Zuschüsse. Besonders gefragt waren Programme zur Zukunftsausrichtung – etwa die Innovationsförderung, Innovation durch Hochschulen oder das Programm ‚Niedrigschwellige Innovation für KMU und Handwerk‘. Schwerpunkt bleibt mit rund 87 Millionen Euro das Programm Niedersachsen Invest, das Investitionen in Arbeitsplätze, Umweltschutz und Digitalisierung unterstützt. „Niedersachsens Unternehmen nutzen Programme, die sie fit für die Zukunft machen“, so Kiesewetter.
Kommunen investieren in leistungsfähige Infrastruktur
Rund 860 Millionen Euro flossen in die Infrastruktur. „Auf kommunaler Ebene ist der Investitionsbedarf besonders hoch. Als langjähriger Partner steht die NBank den Kommunen mit Expertise zur Seite und unterstützt sie bei der Finanzierung und Umsetzung ihrer Projekte. Diese Investitionen bilden eine Grundlage für die digitale, wirtschaftliche und soziale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft“, so Matthias Wunderling-Weilbier. Neben dem Kommunalen Infrastrukturkredit nutzen die Kommunen vor allem die Städtebauförderung. 131,32 Millionen Euro hat die NBank für die Infrastruktur der niedersächsischen Städte bereitgestellt. Nächstgrößerer Posten war mit mehr als 56 Millionen Euro der Giganetzausbau.
Fachkräfte nutzen berufliche Fortbildungsförderung
Die Arbeitsmarktförderung liegt mit rund 243 Millionen Euro 2025 leicht über dem Niveau des Vorjahrs. Besonders im Fokus stand die Qualifizierung von Arbeitskräften. Sie spiegelt die rasante Veränderung am Arbeitsmarkt wider. „Digitalisierung, Automatisierung und neue Geschäftsmodelle treiben den Wandel voran. Damit Beschäftigte weiterhin erfolgreich und sicher arbeiten können, werden kontinuierliche Weiterbildung und gezielte Schulungen immer wichtiger. Niedersachsen kann es sich nicht leisten, Fachkräfte zu verlieren“, so Kiesewetter. von dem Programm knapp 22 600 Fachkräfte – so viele wie noch nie.
Deutlichstes Indiz für die veränderten Anforderungen am Arbeitsmarkt ist das sogenannte Aufstiegs-BaföG, das die Vorbereitung auf mehr als 700 Fortbildungsabschlüsse fördert. Mit rund 112 Millionen Euro für neu bewilligte Anträge lag diese Summe weiterhin auf sehr hohem Niveau.
Ausblick: Stärkung des Kreditgeschäfts
Experten erwarten für Niedersachsen 2026 nur ein geringes Wirtschaftswachstum. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Investitionsförderung weiter an Bedeutung.
Die für 2026 geplante Überführung eines Teils des Wohnraum- und Wohnquartierförderfonds in das Eigenkapital der NBank schafft zusätzlichen finanziellen Spielraum, um das Darlehens- und Beteiligungsgeschäft weiterzuentwickeln. „Wir bauen unser Darlehensportfolio gezielt aus, um Niedersachsen zukünftig noch besser bei der Transformation zu unterstützen“, so Kiesewetter.