Niedersachsen treibt den Ausbau seiner Welcome-Center-Struktur weiter voran.
Mit einem neuen landesweiten Förderaufruf unterstützt das Land Projekte, die zur Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte beitragen. Anträge können bis zum 30. Juni 2026 bei der NBank eingereicht werden.
Ziel: Mehr Fachkräfte für Niedersachsen
Die Landesregierung reagiert damit auf den zunehmenden Fachkräftebedarf in fast allen Branchen. Neben der Anwerbung innerhalb Deutschlands gewinnen internationale Fachkräfte – insbesondere aus Drittstaaten – stark an Bedeutung. Das Land setzt aktuell unter anderem auf Kooperationen mit Marokko, Kolumbien und Indien.
Welcome Center sollen Unternehmen – vor allem kleine und mittlere Betriebe – bei der Rekrutierung und Integration ausländischer Fachkräfte unterstützen und zugleich selbst Anlaufstelle für Zugewanderte und ihre Familien sein.
Was gefördert wird
Gefördert werden Projekte, die:
- ein neues Welcome Center aufbauen oder ein bestehendes erweitern,
- Unternehmen über Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen informieren,
- internationale Rekrutierungsvorhaben begleiten,
- Marketingmaßnahmen durchführen, um Niedersachsen als attraktiven Arbeitsort zu positionieren,
- mehrsprachige Beratungsangebote für Fachkräfte und Familien anbieten,
- regionale Netzwerke mit Behörden, Arbeitsmarktpartnern und Initiativen stärken.
Zusätzlich können Welcome Center eine ziellandspezifische Ausrichtung („Hubs“) entwickeln, etwa zu Marokko, Kolumbien, Indien oder weiteren Fokusländern der Bundesagentur für Arbeit.
Finanzierung und Rahmenbedingungen
Für Projekte stehen – je nach Ausrichtung – folgende Fördersummen zur Verfügung:
- bis zu 400.000 Euro für ein Welcome Center,
- bis zu 150.000 Euro für ein ziellandspezifisches Hub.
Die Förderung beträgt grundsätzlich bis zu 70 % der zuwendungsfähigen Ausgaben. Die Projekte müssen frühestens am 1. Oktober 2026 starten und spätestens am 30. September 2028 enden.