Diese Sammlung soll gute Beispiele zeigen, die einen wirksamen Beitrag zur Entlastung der Wohnungsmärkte leisten. Die Beispiele haben den Anspruch, in der Praxis umsetzbar, wirtschaftlich tragfähig und für die Bewohnerinnen und Bewohner bedarfsgerecht und bezahlbar zu sein. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Lösungen, in denen bezahlbarer Wohnraum entsteht und/oder Bestände (re-)aktiviert werden – z. B. durch Quartiersentwicklung, Bauen im Bestand, Nachverdichtung oder Brachflächenaktivierung.
Die guten Beispiele sollen zum Nachmachen animieren.
Dorfgemeinschaft Hagen
Das Dorf Hagen (Neustadt am Rübenberge) in der Region Hannover ist – trotz guter S-Bahn-Anbindung – von den typischen Herausforderungen ländlicher Wohnungsmärkte geprägt: eine monofunktionale Struktur, teilweise ungenutzte bauliche Reserven und eine weitgehend homogene Bevölkerungsstruktur.
Dachgeschossausbau der hanova
In den nachgefragten Hannover Innenstadtlagen – wie in Linden oder der Südstadt – ist der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum hoch, insbesondere für junge Menschen, Alleinstehende und kleine Haushalte. Gleichzeitig sind freie Flächen knapp, und steigende Baukosten erschweren die wirtschaftliche Realisierbarkeit klassischer Neubauprojekte zunehmend.
Ergänzender Neubau in Kropp
Wie in vielen anderen Gemeinden ist auch im schleswig-holsteinischen Kropp (6.700 Einwohner) das Ortsbild durch eine weitgehend homogene Gebäudestruktur geprägt. Es dominieren Einfamilienhäuser, bauliche Alternativen existieren kaum.
MetamorpHouse
Auch in der Schweiz stehen viele Einfamilienhausgebiete vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen: Die Bewohnerstruktur hat sich vielfach einseitig entwickelt – ältere Menschen wohnen nach dem Auszug der erwachsenen Kinder weiterhin auf großen Wohnflächen.
Musikerhöfe Lübeck
Bestehende Quartiere besser nutzen – sozial, nachhaltig, flächensparend.
Modulbau gbg Hildesheim
Durch konsequent serielles und modulares Bauen verringerte Realisierungszeit. Einfache Kubaturen und Bauelemente und -module. Gemeinschaftsräume und überdachte Fahrradstellplätze statt Keller und Tiefgarage. Gemeinsam entwickelt von Wohnungsunternehmen, Architekturbüro und Generalbauunternehmen.
Wohnungsmarktbericht 2025 zum Download
Was sind die neuen Herausforderungen an den Wohnungsmärkten? Warum ist Bedarf nicht gleich Bedarf? Welche Strategien und Denkmuster erfordern nachhaltiges und bezahlbares Wohnen? Wie kann ganz konkret Bestehendes besser genutzt und Neues gezielt geschaffen werden, ohne Ressourcen zu verschwenden und Wohnen zu verteuern? Der aktuelle Bericht ordnet ein und regt an.