Gründungsstipendium - Das Tool für angehende Start-ups

Die Start-up-Förderung der NBank dient dem Ziel, Niedersachsen als Innovationsstandort zu stärken – und zusätzliche Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das Gründungsstipendium ist einer der Förderbausteine.

Ralf Borchers, Leiter der Stabstelle Startup-Förderung und Co-Geschäftsführer der NBank Capital
Ralf Borchers, Leiter der Stabstelle Startup-Förderung und Co-Geschäftsführer der NBank Capital

Herr Borchers, was zeichnet Niedersachsens Start-up-Szene aus?

Niedersachsen ist ein Flächenland. Wir haben nicht nur etablierte Industrie, sondern rund 400 Start-ups, 150 davon fördert die NBank aktuell. Die jungen Unternehmen hier sind nicht nur auf digitale Produkte und Geschäftsmodelle ausgerichtet. Sie kommen aus Bereichen wie Live Sciences, Agrar und Ernährung, Industrie 4.0, Digitalisierung und der Kreativwirtschaft. Diese Vielfalt ist unsere Stärke. Dazu kommen die Agilität und der Unternehmergeist der Gründerinnen und Gründer, die sich voll auf das Neue konzentrieren. Sie finden diese vor allem an den Universitätsstandorten Braunschweig, Göttingen, Osnabrück, Oldenburg und natürlich Hannover. Hier haben sich auch viele Acceleratoren angesiedelt, hier treffen sich die Start-ups und die Unternehmen.

Wie fördert die NBank Gründerinnen und Gründer?

Die Philosophie in Niedersachsen lautet: optimal von Anfang an fördern, und zwar mit Finanzmitteln und fachlicher Begleitung. In diesem Zusammenspiel erhöhen sich die Chancen auf Gründungserfolge deutlich. Unsere Start-up-Förderung umfasst Zuschüsse, Beteiligungen und Beratung mit Instrumenten für alle Phasen der Gründung.

Wobei unterstützt das Gründungstipendium?

In der Pre-Seed-Phase – also vor der Gründung – fördern wir damit Menschen mit Geschäftsideen. Der Zuschuss deckt vor allem die Lebenshaltungskosten. Er gibt Zeit, um Ideen auf Machbarkeit zu prüfen und die Gründung zu vollziehen. Das Stipendium wird über acht Monate gewährt. Wer sich bewirbt, muss sich von einem von uns zertifizierten Accelerator begleiten lassen. Viele dieser begleitenden Einrichtungen werden gleichfalls von uns gefördert. So schließt sich ein Qualitätskreis für die Initialisierung von Innovation. Gründungen in der Seed-Phase können dann zum Beispiel Venture Capital einwerben.

Wie geht die Förderstrategie auf?

Seit Beginn des Gründungsstipendiums im Mai 2019 haben wir rund 275 Stipendiatinnen und Stipendiaten gefördert, daraus sind mehr als 100 konkrete Start-up-Gründungen entstanden. Unsere Beteiligungsgesellschaft, die NBank Capital, hat mit rund 50 Start-up-Beteiligungen mittlerweile ein ordentliches Portfolio aufgebaut. Gleichzeitig entwickeln wir gezielt neue Förderinstrumente, um diese Kundinnen und Kunden noch bedarfsgerechter fördern zu können. Derzeit arbeiten wir an einem Wachstumsfonds für junge Firmen nach der Seed-Phase. Es geht also voran, auch bei uns.

Herzlichen Dank für das Interview!

„Mit dem Stipendium erreichenwir eine Gründungsquote von 80 Prozent. Das ist überdurchschnittlich – und spricht klar für unser Konzept.“ Ralf Borchers, Leiter der Stabstelle Startup-Förderung und Co-Geschäftsführer der NBank Capital

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