„Bezahlbares und klimaneutrales Wohnen gehören zusammen“

18.05.2022

Wohnungspolitischer Kongress diskutiert Vereinbarkeit von Klimaschutz und der Bezahlbarkeit von Bauen und Wohnen

Unter der Fragestellung „Klimagerecht UND bezahlbar wohnen: Wie geht das?“ trafen sich in Hannover rund 200 Fachleute aus Politik, Wohnungswirtschaft und Immobilienbranche auf dem 18. Wohnungspolitischen Kongress in Niedersachsen.

In seiner Begrüßung betonte der niedersächsische Umwelt- und Baustaatssekretär Frank Doods, dass keine Zeit mehr zu verlieren sei, um den Gebäudesektor klimaneutral zu machen. „Wir müssen alle Kräfte aufbieten, damit wir dieses Ziel bis 2045 erreichen.“ Dabei sei es von größter Bedeutung, dass das Wohnen bezahlbar bleibe, obwohl die energetische Modernisierung „sehr viel Geld“ koste, so Doods, und fügte hinzu: „Jeder Euro, den wir in Solaranlagen und in Luft-Wärmepumpen stecken, lohnt sich ökonomisch und politisch.“ Am Ende werde sowohl eine Verringerung der Kosten für die Energieversorgung der Bürgerinnen und Bürger stehen, als auch die Überwindung von ausländischen Abhängigkeiten, zeigte sich Doods sicher.

„Der Wohnungspolitische Kongress kommt zur richtigen Zeit. Die Probleme beim Wohnungsbau sind gewaltig. Aber das Land, die Förderbank und die Wohnungswirtschaft als Ausrichter des Kongresses wollen sich gemeinsam diesen Problemen stellen“, unterstrich vdw-Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt. „Der Trend bei den Baufertigstellungen öffentlich geförderter Wohnungen ist zwar positiv und darf durchaus als Erfolg der vielen Anstrengungen in den vergangenen Monaten gesehen werden. Dennoch ist die aktuelle Lage dramatisch: Hohe Bau- und Grundstückskosten, fehlende Materialien, knappe Kapazitäten im Handwerk – das sind nur einige Faktoren, die den Bau preisgedämpfter Mietwohnungen praktisch unmöglich machen. Wir brauchen außerdem dringend Antworten, wie die hohen Klimaschutzvorgaben in Einklang gebracht werden können mit der gesamtgesellschaftlichen Herausforderung, landesweit ausreichend bezahlbaren Wohnraum für Haushalte mit kleinen Einkommen zur Verfügung zu stellen. Klimaschutz darf nicht unsozial sein“, stimmte Schmitt Doods zu.

„Investitionen in bezahlbaren Wohnraum sind gerade im aktuellen Umfeld Investitionen in den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betont Dr. Ulf Meier, Vorstandsmitglied der NBank. „Bezahlbarer und klimagerechter Wohnraum ist eine wesentliche Grundlage für ein gesichertes Lebensumfeld. Die anerkannt vorbildliche Wohnraumförderung in Niedersachsen leistet auch aktuell einen wichtigen Beitrag, den wir auch entlang zukünftiger Herausforderungen gemeinsam mit der Politik und der Wohnungswirtschaft weiter ausbauen möchten.“ Ein Baustein sei die Kampagne „Investition mit Haltung“ mit dem Ziel, neben den kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen auch noch mehr private Investoren und Inverstorinnen von den Vorzügen der Wohnraumförderung zu überzeugen. „Eine langfristige und sichere Rendite ist ein starkes Argument in dynamischen Zeiten, hinzu kommt die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung, die mit unserer Förderung verbunden ist“, so Meier.

Teilnehmende des Kongresses diskutierten ein „neues Denken“. So müsse bei der Energieversorgung nicht nur das einzelne Gebäude, sondern das ganze Quartier in den Blick genommen werden. Es gehe darum, eine neue Infrastruktur mit neuen Technologien zu schaffen. Notwendig sei es auch, dafür die rechtlichen Voraussetzungen bereitzustellen. Darüber hinaus solle die Forschung zur Entwicklung klimaneutraler Bauprodukte deutlich verstärkt werden. Auch sei es von großer Bedeutung, die derzeitig stark ansteigenden Baukosten in den Griff zu bekommen. Dazu könnten neue Herstellungsmethoden wie das serielle und modulare Bauen wichtige Beiträge leisten. Ebenso müsse der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Planung, beim Bau und bei der Verwaltung von Gebäuden verstärkt zum Einsatz kommen.

Der Wohnungspolitische Kongress gilt als die wichtigste Veranstaltung zum Thema Wohnungspolitik in Niedersachsen. Er findet alle zwei Jahre statt.

Wohnraumförderung

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Tobias Köhne

Tobias Köhne

Leitung Unternehmenskommunikation