„Europaweit einzigartig“

Hanomag-Gruppe profitiert vom niedersächsischen Beteiligungsfonds „NTransformation Kfz-Zulieferer“

Das Land und NiedersachsenMetall stärken durch den Beteiligungsfonds „NTransformation Kfz-Zulieferer“ die Investitionskraft der hiesigen Unternehmen. Der Fonds wurde im April 2021 vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der NBank aufgelegt. Er umfasste zu Beginn 30 Millionen Euro. Im November 2021 erhöhte der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall das Fondsvolumen um weitere zehn Millionen Euro – auf gegenwärtig 40 Millionen Euro. Das Management des Fonds wurde der NBank Capital GmbH übertragen, einem Tochterunternehmen der Investitions- und Förderbank Niedersachsen NBank.

Nun werden die Erfolge von „NTransformation“ sichtbar, denn die NBank Capital hat sich mit Mitteln aus dem Fonds an der Neugründung der Finoba Automotive GmbH als Aluminium Solutions GmbH beteiligt. Unter dieser Firmierung ist das Unternehmen Teil der Hanomag-Lohnhärterei-Gruppe. Sitz der neuen Gesellschaft, die in Kassel und Baunatal produziert, ist Hannover. Durch die Übernahme heben die Hanomag-Gruppe und Aluminium Solutions Synergien bei weiteren Entwicklungen im Zukunftsmarkt „Elektromobilität“.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann: „Mit dem Beteiligungsfonds NTransformation haben wir ein gezieltes Instrument geschaffen, mit dem das Eigenkapital und somit die Investitionskraft der Automobilzulieferer gestärkt wird. Ein wichtiger Baustein, um die anstehenden Investitionen dieser Unternehmen für deren Transformation zu ermöglichen – und am Industriestandort Niedersachsen wichtige Arbeitsplätze in der Automobilbranche zu sichern. Es freut mich, dass wir bereits die ersten Früchte ernten können.“

Dr. Volker Schmidt, Geschäftsführer von NiedersachsenMetall, ergänzt: „Der Beteiligungsfonds NTransformation zeichnet sich dadurch aus, dass er durch eine völlig neue Finanzierungsstruktur innovative Geschäftsmodelle wie das der Finoba Automotive GmbH unterstützt, dadurch zusätzliches Kapital hebt und im Ergebnis erhebliche Investitionen mobilisiert. Damit steht der Fonds als Beispiel für eine moderne Wirtschaftspolitik. NiedersachsenMetall ist bundesweit der einzige Arbeitgeberverband, der sich aktiv in ein solches Finanzierungsmodell einbringt. Mit unserem Engagement geben wir ein Bekenntnis für den Industriestandort Niedersachsen ab.“

„Mit den Mitteln aus dem NTransformation-Fonds konnten wir ein für unsere Branche in Europa einzigartiges Unternehmen schaffen. Nach der Übernahme können wir den kompletten Bearbeitungsprozess von Struktur- und Fahrwerksteilen in Großserie unter einem Dach anbieten“, sagt Karsten Seehafer, Geschäftsführer der Hanomag-Lohnhärterei.

„Dass die Hanomag-Lohnhärterei das Geschäftsmodell der Aluminimum Solutions vom ersten Tag an steuern konnte und auch selbst die Referenzkunden des Unternehmens gut kannte, macht sie zu einem Paradebeispiel für über NTransformation finanzierte Investments“, erklärt NBank-Vorstand Dr. Ulf Meier das Engagement. Ziel des Fonds sei es, so Meier, die niedersächsischen Zulieferer beim Wechsel vom Verbrennungsmotor zu alternativen Antrieben finanziell zu begleiten.

Hintergrund:

Die Hanomag-Gruppe gehört seit über 30 Jahren zu den führenden deutschen Lohnhärtereien. Lohnhärtereien spielen in der Fahrzeugproduktion eine immer größere Rolle. Diese mittelständischen Spezialbetriebe sorgen mit ihren thermischen und thermochemischen Wärmebehandlungsverfahren für Härte, Zähigkeit und Zugfestigkeit unter anderem von Aluminium, das bereits heute mit einem steigenden Anteil in Fahrzeugen verbaut wird. Mit der Elektromobilität dürfte dieser Anteil weiter steigen, weil das Leichtmetall das Fahrzeuggewicht verringert und damit eine größere Batteriereichweite ermöglicht. Als Automobilzulieferer stecken die Lohnhärtereien folglich mitten im gewaltigen Umbauprozess von Verbrennungstechnolo-gien zu alternativen Fahrzeugantrieben. Gleichzeitig haben sich die Kundenkreise in den jüngsten Jahren bis in die europäischen Nachbarkreise ausgeweitet. Parallel zum Umbauprozess steigt also der Wettbewerbsdruck der Branche.

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Tobias Köhne

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Leitung Unternehmenskommunikation

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