30.11.2018

Bundesarbeitskreis Wohnungsmarktbeobachtung - Herbsttreffen 2018

Wohnraum, Infrastruktur & Städtebau

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Bundesarbeitskreis Wohnungsmarktbeobachtung - Herbsttreffen 2018

Am 22. und 23. November hat sich der Bundesarbeitskreis Wohnungsmarktbeobachtung in Bremen getroffen, um die aktuellen Entwicklungen der Wohnungsmärkte in Deutschland zu diskutieren. Haupthemen waren die verstärkten Bevölkerungswanderungen in die Zentren und die Neuausrichtung der Wohnraumförderung in den Bundesländern.

Die Metropolen Deutschlands profitieren von einer verstärkten europäischen und innerdeutschen Zuwanderung. Diese neue Urbanisierung hat die Wohnungsengpässe verschärft. Steigende Miet- und Immobilienpreise bewirken, dass die Wohnraumsuchenden auf die Umlandmärkte ausweichen. Dabei konzentrieren sich nach Untersuchungen der Wohnungsmarktbeobachter die Suchenden zunächst auf die zu den Arbeitsmarktzentren günstig gelegenen Standorte. Dabei wird sehr rational der Wohnstandort ausgewählt, der die geringste Fahrzeit zum Arbeitsplatz ermöglicht. Somit sind die Standorte besonders begehrt, die eine gute ÖPNV an die Arbeitsmarktzentren bieten. Mit der Folge, dass auch hier die Preise anziehen.

Bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper: Viele öffentlich geförderte Mietwohnungen fallen demnächst aus der Bindung, Bauwirtschaft und Wohnungswirtschaft sind ausgelastet und Investoren setzen ihr Kapital vor allem für renditeträchtige Neubauvorhaben ein.

Auf Grund der angespannten Marktlage in den Zentren wurden nicht nur auf Bundesebene und in Niedersachsen, sondern in allen Bundesländern Allianzen für bezahlbaren Wohnraum geschmiedet. Insbesondere mit der Neuausrichtung der Wohnraumförderung sollen bessere Bedingungen für Investitionen in geförderten Wohnraum geschaffen werden. Hierzu liefern die Erkenntnisse der Wohnungsmarktbeobachtung in vielen Bundesländern wertvolle Hinweise und Informationen für die Weiterentwicklung der Wohnraumförderung – u.a. zur Bestimmung der Förderkulissen. In einigen Bundesländern wurden die Förderbedingungen bereits stark verbessert. In Hamburg führen die optimierten Förderbedingungen aktuell schon zu mehr Wohnungsbau. Dort werden im nennenswertem Umfang Wohnungen geplant und zeitnah fertiggestellt.

Im Bundesarbeitskreis haben sich die Institutionen, die auf Bundes- und Landesebene kontinuierliche Wohnungsmarktanalyse betreiben, zusammengeschlossen. Die Experten treffen sich zweimal im Jahr, um Erfahrungen auszutauschen und Methoden zu diskutieren. Ziel der Wohnungsmarktbeobachtung auf Bundes- und Länderebene ist, eine kontinuierliche Beratungs- und Informationsgrundlage für die Wohnungspolitik und für alle Marktteilnehmer zu liefern.

Zur Wohnungsmarktbeobachtung der NBank.

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