30.06.2021 | Klimaschutz, Umwelt & Energie

Energetische Sanierung kommunaler Gebäude: Neue Programme ab 01.07.2021

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Der Gebäudebestand in Deutschland soll bis zum Jahr 2050 nahezu klimaneutral werden, und mit der Vorlage des überarbeiteten Bundes-Klimaschutzgesetzes von Mai 2021 wurden die deutschen Klimaziele insgesamt noch mal verschärft. Um diese zu erreichen, müssen Neubauten im Niedrigenergie-Standard errichtet und Bestandsgebäude bestmöglich energetisch saniert werden.

Kommunen profitieren in mehrfacher Hinsicht, wenn sie ihre Liegenschaften energetisch sanieren. Sie erhöhen den Wohn- bzw. Arbeitskomfort in den Gebäuden durch winterlichen „Kälteschutz" und sommerlicher Wärmeschutz, vorsorgen die Gebäude nachhaltig mit erneuerbaren Energien, sichern den Werterhalt der Immobilien und entlasten langfristig ihre Haushalte durch stark sinkende Energiekosten. Zugleich werden sie ihrer Vorbildfunktion für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz gerecht. Denn so viel ist gewiss: Klimaschutz ist eine globale Aufgabe, die regional und lokal umgesetzt wird und Wirkung erzeugt – auch als deutliches Signal an die Bürgerinnen und Bürger.

Fördermittel – neue Programme ab 01.07.2021

Diese werden mit der Bundesförderung-Effiziente-Gebäude (BEG) neu geordnet und als Zuschuss oder als Förderkredit inkl. Tilgungszuschuss zur Verfügung gestellt. BEG-Förderungen werden von der KfW und dem BAFA gewährt.

KFW: BEG Kommunen-Kredit 264
Für Effizienzhaussanierungen und Einzelmaßnahmen

  • Bis zu 30 Milionen Euro Kredit für Nichtwohngebäude
  • Bis zu 150.000 Euro Kredit / Wohneinheit für Wohngebäude
  • Bis zu 50 % Tilgungszuschuss
  • Zusätzliche Förderung, z. B. für Baubegleitung und Nachhaltigkeitszertifizierung

KFW: BEG Kommunen-Zuschuss 464
Für Effizienzhaussanierungen

  • Zuschuss bis zu 15 Milionen Euro für Nichtwohngebäude
  • Zuschuss bis zu 75.000 Euro/ Wohneinheit für Wohngebäude
  • Zusätzliche Förderung, z. B. für Baubegleitung und Nachhaltigkeitszertifizierung

BAFA: BEG Einzelmaßnahmen Zuschuss

  • Zuschuss von 20% bis zu 50% auf die förderfähigen Kosten.
  • Nichtwohngebäude: Förderfähige Kosten max.15 Milionen Euro
  • Wohngebäude: Förderfähige Kosten max. 60.000 Euro/Wohneinheit
  • Zusätzliche Förderung für Baubegleitung
  • Bei Wohngebäuden Aufschlag für Sanierung mit individuellem Sanierungsfahrplan

Darüber hinaus stehen je nach Region ggf. Fördermittel aus Landesmitteln und kommunalen Programmen zur Verfügung. Inwiefern solche vorhanden sie und sie mit den Bundesmittel ergänzt werden können, muss im Einzelfall geprüft werden. Wir beraten und fördern Sie gerne! Weitere Informationen zu unseren Programmen finden Sie unter "Energie und Umwelt".

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