16.06.2020 | Wohnraum, Infrastruktur & Städtebau

Breitbandausbau in Niedersachsen: Positive Zwischenbilanz des „Giga-Pakt für Niedersachsen"

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Ende 2018 hatte das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden, Verbänden der Telekommunikationsindustrie, den Telekommunikationsanbietern sowie Vertretern der Bauindustrie den „Giga-Pakt für Niedersachsen" ins Leben gerufen. Sein Ziel: Den Breitbandausbau in Niedersachsen zu vereinfachen und zu beschleunigen, damit bis 2025 alle Menschen in Niedersachsen mit gigabitfähigen Internetanschlüssen versorgt werden.

So hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) etwa das Antragsverfahren für die Nutzung von Verkehrsinfrastruktur für den Breitbandausbau stark erleichtert. Außerdem werden bei Bauprojekten häufiger Leerrohre verlegt, durch die später mit geringem Aufwand Glasfaserkabel gezogen werden können. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst, der vor der Verlegung von Glasfaserkabeln tätig werden muss, wurde organisatorisch gestärkt, Auswertungsprozesse von Luftbildern durch die Digitalisierung des Bildmaterials vereinfacht. Die Deutsche Bahn und das Land Niedersachsen setzen sich zudem gemeinsam dafür ein, dass die Zustimmungsverfahren für die Querung von Bahntrassen mit Glasfaserleitungen künftig reibungsloser ablaufen können. Zudem wurde die Neufassung der Niedersächsischen Bauordnung zur Unterstützung eines verstärkten Mobilfunkausbaus auf den Weg gebracht. Damit soll es künftig leichter möglich sein, Mobilfunkantennen zu installieren. Damit unter anderem Vergabeverfahren im Bereich Breitband und Mobilfunk deutlich unbürokratischer und schneller durchgeführt werden können, wurde außerdem die Niedersächsische Wertgrenzenverordnung angepasst.

Dass der Giga-Pakt diesem Ziel in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits ein gutes Stück näher gekommen ist, davon ist Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann überzeugt: „Wir haben uns beim Breitbandausbau in Niedersachsen ehrgeizige Ziele gesetzt - und wir haben auf dem Weg dahin in kurzer Zeit schon eine Menge erreicht. Wir testen innovative Ausbautechniken und gehen pragmatisch vor, um Glasfaserausbau in Niedersachen einfacher, schneller und unbürokratischer umzusetzen. Ein wichtiger Schritt in die Richtung, dass 2025 jeder und jede in Niedersachsen mit gigabitfähigem Internet versorgt ist."

Auch in Zukunft soll der Breitbandausbau noch einfacher, schneller und günstiger werden. Besonders für die Versorgung von unerschlossenen Gebieten (weiße Flecken) sowie für den Anschluss der letzten Meile, also die Verlegung von Glasfaser in die Gebäude hinein, gibt es zahlreiche Beispiele. So wird unter anderem das „Trenching" als schnelles und kostengünstiges Verlegeverfahren erprobt. Dabei wird ein Schlitz in die Straßendecke gefräst, in den Mikro-Rohre eingelegt und anschließend mit einer Füllmasse stabil abgedeckt werden. Darüber hinaus wird in Niedersachsen momentan ein strukturiertes Verfahren erarbeitet, um den Prozess zur Nutzung von Holzmasten in den Ausbauprojekten zu vereinfachen. Besondere Anerkennung verdienen zudem Bürgerinitiativen in Kommunen, die Tiefbauarbeiten und die Verlegung der Kabel selbst in die Hand genommen und damit weitere Ressourcen geschaffen haben, um den Giganetzausbau trotz mangelnder Tiefbaukapazitäten weiter voranzubringen.

Weitere Informationen finden Sie in der gesamten Presseinformation vom 08. Juni 2020 im Portal des Landes Niedersachsen.

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