24.06.2020 | Neues aus der NBank

Überbrückungshilfe: Neue Corona-Hilfe in Planung

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Die neue Bundesförderung soll die Existenz von gefährdeten Unternehmen, Soloselbständigen und Angehörigen der Freien Berufe im Zeitraum von Juni bis August 2020 sichern. Die Beantragung erfolgt ausschließlich über die Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer.

Die Einzelheiten zur Förderung und zum Verfahren sind noch nicht abschließend geklärt. Wir möchten Ihnen dennoch einen kleinen Ausblick geben. Aktuelle Informationen des Bundes finden Sie unter www.bmwi.de.

Alle folgenden Hinweise sind auf Basis aktueller Richtlinienentwürfe dargestellt. Änderungen und Nebenbedingungen sind möglich.

1. Welche Förderung ist geplant?
Geplant ist eine neue Bundesförderung. Sie wird unter dem Namen „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ laufen.

Ziel der Überbrückungshilfe ist es, die Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen zu sichern, die unmittelbar oder mittelbar durch Auflagen oder Schließungen in Folge der Corona-Pandemie betroffen sind. Dazu soll eine Liquiditätshilfe für die Monate Juni bis August 2020 gewährt werden. Ein Zuschuss ist maximal für drei Monate möglich. Die Antragsfrist endet am 31. August 2020. Die Auszahlung der Förderungen soll bis zum 30. November 2020 erfolgen.

2. Wer kann einen Antrag stellen?
Unternehmen, gemeinnützige wirtschaftlich tätige Unternehmen und Organisationen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb können Anträge stellen. Sie müssen durch Corona-bedingte Schließungen oder Auflagen erhebliche Umsatzausfälle erleiden. Dies wird angenommen, wenn die Summe der Umsätze der Monate April und Mai 2020 um mindestens 60 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist. Bei Unternehmensgründung zwischen April 2019 und Oktober 2019, sind statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.

3. Was wird gefördert?
Gefördert werden die fortlaufenden betrieblichen Fixkosten, wie Mieten und Pachten, Zinsaufwendungen für Kredite und – was neu ist –auch Personalaufwendungen, die nicht vom Kurzarbeitergeld umfasst sind (durch eine Pauschale). Lebenshaltungskosten und Unternehmerlohn hingegen bleiben weiterhin nicht zuschussfähig.

Eine ausführliche Auflistung der förderfähigen Kosten entnehmen Sie bitte den Eckpunkten für die Überbrückungshilfe des BMWi.

4. Wie hoch ist die Förderung?
Die Höhe der Überbrückungshilfe bemisst sich nach der Höhe der Umsatzeinbußen des Fördermonats im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Umsatzeinbruch von

  • mehr als 70% - 80 % Erstattung der Fixkosten
  • 70 % bis 50 % - 50 % Erstattung der Fixkosten
  • unter 50 % bis 40 % - 40 % Erstattung der Fixkosten

Die maximale Förderung beträgt 150.000 EUR für drei Monate. Bei Unternehmen bis zu 5 Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 9.000 EUR für drei Monate, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro für drei Monate.

Wie erfolgt die Antragstellung?
Die Durchführung der Förderung, u.a. Prüfung, Bewilligung, Auszahlung und ggfs. Rückforderung der Bundesmittel erfolgt durch die NBank. Sie erfolgt komplett digital. Für die Antragstellung wird es ein bundeseinheitliches Antragsportal geben. Die Antragstellung der Überbrückungshilfe muss von einem Steuerberater/einer Steuerberaterin, einem Wirtschaftsprüfer/einer Wirtschaftsprüferin oder einem vereidigten Buchprüfer/ einer vereidigten Buchprüferin durchgeführt werden.

5. Kann die Überbrückungshilfe zusätzlich zur Soforthilfe beantragt werden?
Antragstellende, die die Soforthilfe des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen haben, sind erneut antragsberechtigt, wenn sie weiterhin von Umsatzausfällen im oben genannten Umfang betroffen sind. Aufgrund der Überschneidung der Förderzeiträume erfolgt eine anteilige Anrechnung der Soforthilfe auf die Überbrückungshilfe.

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