16.10.2020 | Neues aus der NBank

Aktionsplan Ausbildung für Niedersachsen startet

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Die duale Berufsausbildung ebnet vielen jungen Menschen den Weg in eine sichere und gut bezahlte Arbeit und ist zugleich der Schlüssel gegen den Fachkräftemangel. Rund die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen beginnen nach ihrer schulischen Laufbahn eine berufliche Ausbildung. Dieses erfolgreiche System ist durch die Covid 19-Pandemie unter Druck geraten.

Mit einem „Aktionsplan Ausbildung“ für Niedersachsen will die Landesregierung bestehende Ausbildungsplätze schützen und neue Ausbildungsverträge fördern.

Für Ausbildungsbetriebe:

Ausbildungsverträge verlängern: Niedersächsische Betriebe, die Ausbildungsverträge verlängern, weil die Abschlussprüfung pandemiebedingt verschoben wurde und nicht innerhalb der regulären Ausbildungsdauer abgelegt werden kann oder weil die Prüfungsteilnehmenden durch die Prüfung fallen, erhalten für ihr Engagement eine Prämie i. H. v. 500 Euro.
Zur Förderung Entlastung Ausbildungsbetriebe

Ausbildungsverträge zusätzlich abschließen: Um niedersächsische Ausbildungsbetriebe zu unterstützen, die zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, ergänzt das Land die Maßnahmen des Bundes für KMU, die nicht im Sinne der Bundesförderung in erheblichem Umfang von der Covid-19-Krise betroffen sind, mit einer betrieblichen Einmalzahlung von 1.000 Euro, sofern die Probezeit erfolgreich beendet wurde.
Zur Förderung Entlastung Ausbildungsbetriebe

Übernahme aus Insolvenzbetrieben: Die bestehende Förderrichtlinie wird um einen weiteren Fördertatbestand ergänzt: künftig können auch Betriebe von der Förderung profitieren, wenn die oder der aufgenommene Auszubildende aus einem Betrieb stammt, der pandemiebedingt den Vertrag lösen musste. Dies berücksichtigt auch die Betriebe, die auf Grund der geänderten Regelungen im Insolvenzrecht von der Pflicht zur Insolvenzanmeldung aktuell ausgenommen sind.

Ausbildungskosten senken: Die überbetriebliche Ausbildung im Handwerk sowie der Landwirtschaft sowie der Bauwirtschaft und -industrie ist integraler Bestandteil der dortigen betrieblichen Ausbildung. Diese durch den Lockdown getroffenen Ausbildungsstrukturen sind zu stützen. Mit Mitteln des Bundes, des ESF und des Landes werden die Maßnahmen bereits gefördert. Eine kurzfriste Erhöhung des Landesanteils für 2021 – bezogen auf die bisherige „Drittelfinanzierung“ der anerkannten Lehrgangskosten entlastet die Ausbildungsbetriebe deutlich und honoriert ihre Ausbildungsleistung.
Zur Förderung Lehrgänge der überbetrieblichen Berufsausbildung [ÜLU 2]

Für Auszubildende:

Mobilität und Flexibilität (Förderung Mobilitätsprämie Auszubildende ) wird belohnt: Die Mobilität von niedersächsischen Jugendlichen, die ein Ausbildungsverhältnis außerhalb ihres Wohnortes (mindestens 45 km oder 1 Stunde mit ÖPNV entfernt) eingehen, wird mit einer Prämie honoriert (500 Euro). Dieselbe Leistung erhalten Jugendliche, die auf Grund dieser Entfernung umziehen. Damit kann regionalen Passungsproblemen in der Covid-19 – Pandemie entgegengetreten und gleichzeitig die Besetzung angebotener Ausbildungsplätze in niedersächsischen Ausbildungsbetrieben befördert werden. Die Probezeit muss vor Beantragung erfolgreich absolviert sein.

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