17.08.2021 | Arbeit & Qualifikation

„Aktionsplan Ausbildung 2021" - 9 Millionen Euro für starke Berufsausbildung in Niedersachsen

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Die duale Berufsausbildung ebnet vielen jungen Menschen den Weg in eine sichere und gut bezahlte Arbeit und ist zugleich der Schlüssel gegen den Fachkräftemangel. Rund die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen beginnen nach ihrer schulischen Laufbahn eine berufliche Ausbildung. Dieses erfolgreiche System ist durch die Covid 19-Pandemie unter Druck geraten.

Mit einem „Aktionsplan Ausbildung“ für Niedersachsen schützt und fördert die Landesregierung bestehende Ausbildungsplätze und neue Ausbildungsverträge. Der „Aktionsplan Ausbildung 2021" schreibt die Förderung der dualen Ausbildung aus dem Jahr 2020 fort und ergänzt die bestehenden Maßnahmen.

Folgende Bausteine hält das Förderprogramm bereit:

I. Unterstützung der Jugendlichen

Die Mobilitätsprämie: Jugendliche, die ein Ausbildungsverhältnis außerhalb ihres Wohnortes (mindestens 45 km entfernt) eingehen oder die auf Grund dieser Entfernung den Wohnort wechseln, werden mit einer Prämie honoriert (500 Euro), wenn die Probezeit abgelaufen ist - schon 300 Auszubildende haben diese Möglichkeit genutzt. Darüber hinaus werden nunmehr mit der gleichen Summe auch diejenigen Azubis gefördert, die diesen Weg zur Berufsschule auf sich nehmen. Das gilt auch für berufsqualifizierende schulische Ausbildungen in der Sozialpädagogik, den Gesundheitsfachberufen und der Heilerziehungspflege.

II. Unterstützung der Ausbildungsbetriebe

Betriebe, die Ausbildungsverträge verlängern, weil die Abschlussprüfung pandemiebedingt verschoben wurde und nicht innerhalb der regulären Ausbildungsdauer abgelegt werden kann oder weil die Prüfungsteilnehmenden durch die Prüfung fallen, erhalten für ihr Engagement eine Prämie in Höhe von 500 Euro.

Um Ausbildungsbetriebe zu unterstützen, die zusätzliche Ausbildungsplätze über die Probezeit hinaus zur Verfügung stellen, erhalten Betriebe eine Einmalzahlung in Höhe von 2.000 Euro, wenn sie diese mit Bewerberinnen oder Bewerbern besetzen, deren höchster Schulabschluss ein Hauptschul- oder ein Realschulabschluss ist.

Als neuer Fördertatbestand gilt, dass kleine Betriebe mit nicht mehr als zehn Beschäftigten eine Unterstützung von 4.000 Euro erhalten, wenn sie einen Ausbildungsplatz besetzen. Gerade für kleine Betriebe ist es eine große Herausforderung, sich neben dem Tagesgeschäft intensiv um die Auszubildenden zu kümmern, daher soll das Engagement pro Ausbildung angemessen honoriert werden. Zudem soll verhindert werden, dass sich kleine Betriebe dauerhaft aus der Ausbildung zurückziehen.

Die Förderungen über den „Aktionsplan Ausbildung 2021" können bis Ende 2022 beantragt werden. Anträge für Ausbildungen ab dem 01.06.2021 sind erst ab dem 01.10.2021 möglich.

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