25.09.2018 | Niedersachsens Wohnungsbau im Ein- und Zweifamilienhausbereich mit hohen Fertigstellungszahlen

Aktuelle Genehmigungszahlen deutlich besser als in anderen Bundesländern

In Niedersachsen wurden 2017 mehr als 28.500 Wohnungen neu errichtet. Das waren gut doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Damals markierten weniger als 14.000 Fertigstellungen das bisherige Allzeittief im Wohnungsneubau der Nachkriegsgeschichte.

Damit wurden 2016 und 2017 jeweils nahezu 29.000 Wohnungen fertiggestellt. Traditionell hatte der Eigenheimneubau mit knapp 60 % im Flächenland Niedersachsen einen höheren Anteil als der Geschosswohnungsneubau. Insgesamt entspricht dieses Fertigstellungsniveau auf dem Papier fast dem von der NBank für den Fünfjahreszeitraum 2016 bis 2020 prognostizierten Wohnungsbedarf in Höhe von jährlich 31.000 Wohnungen. NBank Vorstand Dr. Ulf Meier: „Die Gesamtneubauaktivitäten sind damit beinahe im Soll. Die Fertigstellungen befriedigen in erster Linie kaufkräftige Nachfrage. Es werden aber immer noch zu wenige neue Geschosswohnungen, insbesondere in dem Segment für bezahlbaren Wohnraum errichtet“.

Die Gründe dafür, dass immer noch zu wenig Geschosswohnungen errichtet werden, sind vielfältig. Geeignetes Bauland ist in den Zentren, wo vordringlich Geschosswohnungsbau benötigt wird, knapp. Ausgelastete Kapazitäten im Handwerk, in der Bauindustrie und bei Planern wie Architekten und Stadtplanern lassen die Baukosten nach den Regeln von Angebot und Nachfrage weiter stark steigen. Dennoch nehmen die Neubauaktivitäten zu, weil Wohnimmobilien als gute Kapitalanlage oder Altersvorsorge gelten und kaufkräftige Nachfrager dafür die höheren Kosten in Kauf nehmen.

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