07.12.2017 | NBank pusht über NSeed niedersächsische Umwelttechnik mit Beteiligungskapital

RITTEG Umwelttechnik GmbH überführt Basistechnologie in einen stabilen Wertschöpfungsprozess

Das Forschungsvorhaben „Entwicklung einer Verwertungstechnologie für PET Altkunststoffe aus Multilayer- und anderen Abfallverbunden - solvoPET“ wird von der RITTEG Umwelttechnik GmbH koordiniert. Das Projekt wird von der NBank über NSeed mit Beteiligungskapital in Höhe von 600.000 Euro gefördert. Ein Business Angel Konsortium partizipiert mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 200.000 Euro. Ziel ist es, hochwertige Verbundkunststoffe der Wertschöpfungskette wieder zuzuführen.

Georg Henze, Leiter Beteiligungsgeschäft der NBank, zeigt sich überzeugt, dass die Umwelttechnik in Niedersachsen damit einen entscheidenden Push erhält: “ RITTEG hat bereits zum Start des Projektes relevante Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen gewinnen können. Mit den Projektpartnern kann hier in Niedersachsen etwas Einzigartiges in der Recyclingtechnologie realisiert werden und entstehen. Nach der F&E-Phase soll es schnell in die Kommerzialisierung gehen.“

Der gebräuchlichste Kunststoff ist Polyethylenterephthalat (PET). Er weist besondere technische Eigenschaften auf und ist dadurch vielseitig einsetzbar. Daher nahm die PET Produktion von 2013 bis 2015 um 6,5 % zu. Im gleichen Zeitraum stieg das Abfallaufkommen von Post-Consumer-Verpackungen, also jene Kunststoffabfälle, die durch den privaten oder gewerblichen Endverbraucher entstehen, um 5,1 %.

Nach erfolgreichem Abschluss des von der RITTEG GmbH koordinierten Projektes sollen sowohl farbige Materialien als auch Multilayermaterialien ohne aufwändige Vorsortierung verwertet werden können. In dem Verfahren werden die PET-haltigen Kunststoffabfälle aufgelöst (sog. Solvolyse), nicht gelöste Bestandteile abgetrennt und aus der Lösung anschließend die monomeren Bausteine Monoethylenglykol (MEG) und Terephthalsäure (TPA) zurückgewonnen. MEG und TPA können anschließend nahtlos in etablierte stoffliche Wertschöpfungsketten eingebracht werden.

Projektpartner sind die Technische Universität Braunschweig mit ihren Instituten für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik (ICTV) sowie für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF), das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT), sowie die Unternehmen Reclay Materials GmbH, SCHILLER Apparatebau GmbH und VTU Engineering Deutschland GmbH. Assoziierte Partner sind The Ocean Cleanup, LINPAC Packaging GmbH und die Karl Mayer AG.

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