29.04.2015 | Breites Förderangebot für Unternehmen trotz weniger EU-Mittel

NBank und IHK informieren über Förderungen von Wachstum und Gründungen

„Trotzdem sich die EU-Fördermittel für Niedersachsen um rund 40% verringern werden, bieten sich den kleinen und mittlerem Unternehmen weiterhin vielfältige Fördermöglichkeiten, gerade wegen einer fokussierten Förderung des Landes und einer erweiterten Produktpalette der NBank“, berichtete Baumann. So werde die NBank weiterhin mit zinsgünstigen Darlehen im Hausbankenverfahren Gründungen und eine gesteigerte Energieeffizienz in Unternehmen fördern. Als neues Angebot wird in dieser Förderperiode erstmals ein Kleinstdarlehen für Gründer angeboten werden. Das über die NBank direkt vergebene Darlehen fördert Unternehmen von der Gründung bis zu fünf Jahren nach Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit. Die Darlehenshöhe reicht von 5.000 bis 25.000 Euro. Außerdem sollen die über die NBank-Tochter NKB angebotenen Fonds für Unternehmensbeteiligungen neu aufgelegt werden. Die Verhandlungen über die konkrete Ausgestaltung der Fonds laufen.

„Seit kurzem können auch kleine und mittlere Unternehmen sich überdies ihre Innovationen durch die EU direkt fördern zu lassen“, sagte Baumann. Bislang mussten die Unternehmen einem Konsortium angehören, um von den Innovationsförderungen der EU zu profitieren. Mit dem zum Jahresanfang gestarteten EU-Forschungs- und Innovationsrahmenprogramm „Horizont 2020“ können kleine und mittlere Unternehmen sich allein und direkt in einem dreistufigen Verfahren um eine EU-Förderung bemühen. Finanziert wird mit der Förderung in der ersten Phase die Erstellung eines Businessplans. Der Businessplan ist die wesentliche Voraussetzung für die Chancen auf die Förderung in Phase 2. „Nach Abschluss der ersten Phase besteht eine Wahrscheinlichkeit von 50 bis 60% auf Förderung in der zweiten“, schätzte Baumann. In dieser zweiten Phase werden Maßnahmen vom Konzept bis zur Marktreife gefördert, u.a. Prototypen, Pilotprojekte, Testings oder die Entwicklung von Demonstrationsprojekten von der Laborphase bis zu Industriestandards. Ist diese Phase erfolgreich abgeschlossen, erleichtert die EU in Phase 3 über indirekte Unterstützungen wie dem Zugang zu Risikokapitalfinanzierungen beim Markteintritt. „Alle drei Phasen werden von uns in der NBank begleitet“, erklärte Baumann.

Um frühzeitig zu klären, ob und wie sich ein Investitionsvorhaben fördern lässt, empfiehlt es sich, die NBank-Beratung frühzeitig einzubinden. „Die NBank ist in die Programm-Planungen zur neuen Förderperiode eng eingebunden. Obwohl die Planungen noch nicht abgeschlossen sind, können die NBank-Berater dennoch bereits heute erste Hinweise geben, welche Förderungen Unternehmen möglicherweise für ihre Investitionsvorhaben ab Jahresmitte nutzen können“, sagte Baumann. Überdies biete die NBank-Beratung kleinen und mittleren Unternehmen kostenlos zahlreiche Dienstleistungen. So analysiere und auditiere sie die unternehmensinternen Innovations- und Internationalisierungsprozesse. Laut Baumann vermittelt die NBank darüber hinaus Partner für Geschäftskooperationen im EU-Binnenmarkt oder berät bei der Konsolidierung des Unternehmens. Auf Beratersprechtagen in den Regionen steht sie mit ihren Partnern von den Kammern Unternehmern und Gründern zur Förderberatung von konkreten Vorhaben mit Rat und Tat zur Seite.

Da sich für Projekte der Wirtschafts- und Beschäftigtenförderung die EU-Fördermittel verringern, sind die Ämter für regionale Landesentwicklung gegründet worden. „Sie bilden eine Klammer zwischen Region und Land, um die Förderprogramme des Landes so effektiv wie möglich einzusetzen und die niedersächsischen Regionen bedarfsgerecht zu unterstützen“, berichtete Kerstin Ohlde vom Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser. Das Amt fungiert für den ehemaligen Regierungsbezirk Hannover als Ansprechpartner für Vorhaben aus der gesamten Region. „So werden in Zusammenarbeit mit den Fachministerien die Rahmenbedingungen für den unternehmerischen Erfolg positiv entwickelt, sei es über qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, die Attraktivität der Lebensorte oder eine leistungsfähige Verkehrs- und Breitbandanbindung,“ so Kerstin Ohlde.

Hintergrund:

Über die NBank:

Die „Investitions- und Förderbank Niedersachsen – NBank“ ist der kompetente Ansprechpartner in Niedersachsen für alle relevanten Förderprogramme der Europäischen Union, des Bundes, des Landes und der Kommunen. Die NBank wurde 2004 gegründet und gehört zu 100 Prozent dem Land Niedersachsen. Derzeit beschäftigt sie etwa 400 Mitarbeiter und weist eine Bilanzsumme von 5,8 Milliarden Euro aus. Insgesamt hat die NBank in ihrer zehnjährigen Tätigkeit ein Fördervolumen von über 7 Milliarden Euro vergeben, wovon 51 Prozent Darlehen und Beteiligungen waren. Diese Geschäftsfelder werden in Zukunft weiter ausgebaut.

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