04.08.2014 | NBank: Erfolgreiche Halbjahresbilanz des MikroSTARTers

125 Unternehmen mit insgesamt 3,4 Millionen Euro gefördert

Der MikroSTARTer Niedersachsen ist erfolgreich gestartet. Im ersten halben Jahr 2014 hat die NBank mit dem Mikrodarlehen für Unternehmen in der Gründung und Nachgründungszeit 125 Unternehmen mit einem Volumen in Höhe von insgesamt 3,4 Millionen Euro gefördert. „Der Pilot ist so erfolgreich, dass für 2015 an eine landesweite Ausdehnung des Darlehens gedacht ist“, erklärte Michael Kiesewetter, Vorstandsvorsitzender der Investitions- und Förderbank. Bislang wurde das Darlehen ausschließlich in dem sogenannten Konvergenzgebiet vergeben. Dies sind die Landkreise im ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg.

Das über die NBank direkt vergebene Darlehen fördert Unternehmen von der Gründung bis zu fünf Jahren nach Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit. Die Darlehenshöhe reicht von 5.000 bis 25.000 Euro. Voraussetzung sind eine Gründungsberatung sowie das Votum einer fachkundigen Stelle zum Darlehensantrag. Die Stellen sind bei der NBank gelistet. Zu den Stellen zählen die Industrie- und Handelskammern der Region, verschiedene Banken und Sparkassen sowie die Wirtschaftsförderungen einiger Landkreise. Auch die NBank-Beratungsstellen in Lüneburg und Oldenburg beraten zur Gründung und votieren über die Erfolgsaussicht eines Darlehensantrages.

MikroSTARTer besonders stark nachgefragt in Celle, Cuxhaven und Lüneburg

Gegenwärtig ist der MikroSTARTer auf den ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg, das sogenannte Konvergenzgebiet, begrenzt. Vergeben wird das Darlehen daher ausschließlich in den Landkreisen Celle, Cuxhaven, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Heidekreis, Stade, Uelzen und Verden. Besonders stark wurde der MikroSTARTer nachgefragt in den Landkreisen Celle, Cuxhaven und Lüneburg, wo die NBank Gesamtvolumina von über 400.000 Euro, in Celle sogar schon über 500.000 Euro bewilligt hat.

Antragsberechtigt sind Vollzeit- wie Teilzeitgründer, Gründer aus der Arbeitslosigkeit, Unternehmensnachfolger sowie Unternehmen, die nicht länger als fünf Jahre bestehen. Die weitaus meisten mit dem MikroSTARTer geförderten Unternehmen sind Existenzgründungen gewesen, davon etwas weniger als ein Viertel Gründerinnen oder Gründer aus der Arbeitslosigkeit. Die meisten der geförderten Projekte kommen aus dem Einzelhandel. Mit einigem Abstand folgen das Gesundheitswesen, die Gastronomie, das Dienstleistungsgewerbe sowie der Großhandel.

2 Beispiele von 125: Breites Spektrum von Unternehmensgründungen finanziert

Stephanie Dose aus Lüneburg nutzt den MikroSTARTer zum Beispiel für Investitionen in ihrer Nachgründungsphase. Vor zwei Jahren hat sie sich mit der Gründung, als alleinige Gesellschafterin und mit dem Einstieg in die Geschäftsführung der „Air Cleaning & Management GmbH“ selbständig gemacht. Überall dort, wo Gerüche das Wohlbefinden von Mensch und Tier negativ beeinflussen, sorgt das Lüneburger Unternehmen mit seinem biologischen Luftreiniger für positive Luftveränderung. Die Anwendungsgebiete sind breit gefächert, von Haushalt über Gewerbe, Kläranlagen, bis zur Großindustrie. Mit dem von der NBank vergebenen Darlehen hat Stephanie Dose für den Einsatz in Hotels, Gaststätten und Altenheimen unabdingbare Dosiergeräte angeschafft, um Geschäft und Vertrieb des Unternehmens weiter auszubauen.

Eine Gründung aus der Arbeitslosigkeit finanziert dagegen Vivien Reinecke aus Sievershausen mit dem Förderdarlehen ihrer Mitgesellschafterin Michaela Berg: Reinecke hat nach ihrem Stammbüro „Art of Travel“ in Sievershausen ein zweites Reisebüro „Easy Travel“ als Shop-in-Shop Lösung in einem großen Celler Einkaufszentrum eröffnet. Ihrer bis vor kurzem noch arbeitslosen Mitgesellschafterin Michaela Berg verschaffte sie mit der Celler Filiale einen Neustart ins Berufsleben. „Easy Travel“ erwartet, durch die exponierte Lage und breite Angebotspalette Zentrumsbesucher zu Kunden zu machen.

Land diskutiert niedersachsenweite Ausdehnung des MikroSTARTers

Augenblicklich diskutierten laut Kiesewetter die Verantwortlichen von Land und NBank die genauen Details der niedersachsenweiten Ausweitung des MikroSTARTers. „Für das erste Halbjahr 2015 bin ich zuversichtlich, dass alle Details geklärt und die notwendigen Abstimmungen mit den Partnern vor Ort durchgeführt sein werden. Damit könnten wir den MikroSTARTer in ganz Niedersachsen anbieten“, sagte Kiesewetter.

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