INTERREG Projekt Fast Forward (FFWD) EUROPE

Auf dem Weg zu einem nachhaltigen europäischen Wachstum treffen insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) noch immer auf zu viele Hindernisse, um einen umfänglichen Zugang zu Venture Capital im Rahmen ihrer Gründung und Geschäftsentwicklung zu erhalten. An dieser Problemstellung setzt das INTERREG Projekt FFWD EUROPE an.

Mithilfe sogenannter „Business Acceleration Modelle“ wird in einigen europäischen Regionen die Problemstellung bereits bearbeitet. Im Rahmen von Erfahrungsaustauschen, Good Practices und Wissenstransfer wollen die FFWD EUROPE Projektpartner nun entweder ihr laufendes Accelerator Programm weiter verbessern oder sich intensiv mit der Frage befassen, inwieweit ein solches Programm in ihrer Regionen etabliert werden könnte bzw. welche regionalen Besonderheiten dabei Berücksichtigung finden müssen.

Ziel des Projektes ist es, mehr europäischen kleinen und mittleren Unternehmen die Teilnahme an staatlich-unterstützten Accelerator-Modellen zu ermöglichen und den Zugang zu privatem, VC- und Equity Kapital deutlich zu verbessern. Unternehmen können Internationale Marktchancen so schneller nutzen.

Die Herausforderung von FFWD EUROPE ist es, die politischen Instrumente (Förderprogramme) der Partner auf der Basis von EFRE-Mitteln zu verbessern und die Weiterentwicklung der RIS3-Strategien zu bewirken. Die Erstellung eines konkreten Aktionsplans pro Region wird hierzu beitragen. Die Einbindung regionaler Stakeholder mit Erfahrungswerten in diesem thematischen Bereich und von politischen Entscheidungsträgern ist daher zentraler Punkt bei der Projektumsetzung.

Gesamtbudget:
1.597.145 Euro

Projektlauftzeit:
01. Januar 2017 – 31. Dezember 2021

Weitere Informationen:
http://www.interregeurope.eu/ffwdeurope/
Poster INTERREG Projekt FFWD Europe

Neuigkeiten

Am 25./26.01.2017 trafen sich die FFWD Europe Projektpartner in Caen zum Projektauftakt. Die Projektpartner stellten ihre Regionen und die dortigen Angebote der Unterstützung, Finanzierung und Internationalisierung für Start-ups und technologieorientierte Gründer vor. Insbesondere das Acceleration Model FFWD Normandie wurde dabei intensiv betrachtet.

Gekoppelt war der Projektauftakt an die Teilnahme am "Normandie Investors Day" in Le Havre. Zehn Start-ups aus dem aktuellen Batch pitchten vor etwa 100 Investoren und potenziellen Kunden. Da einige der Unternehmen (insbesondere aus vergangenen Batches) nun insbesondere auch den internationalen Markt adressieren, ergaben sich zahlreiche Gespräche, die Niedersachsen als Basis für den deutschen Markt adressierten.

Am 10. Mai 2017 trafen sich in den Räumen der NBank die niedersächsischen Stakeholder des FFWD Projektes. Die Runde setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern von politisch geprägten Einrichtungen wie Ministerien und Ämtern, Förderung und Finanzierung von Acceleratoren und universitären Einrichtungen der Gründungsunterstützung. Es fand ein reger und offener Erfahrungsaustausch statt. Fragestellungen an die internationalen Projektpartner wurden formuliert, erste Ideen generiert, Wünsche an die weiteren regionalen Treffen wurden aufgenommen.

Am 5. Oktober 2017 trafen sich die internationalen Projektpartner, regionalen Stakeholder und Vertreterinnen und Vertreter aus der Region Murcia zum zweiten Projekttreffen. Hauptthema dieses Treffens war die Frage: Wie kann der Zugang zu Kapital für innovative Start-ups leichter gemacht werden?

In einem Podiumsgespräch mit mehreren Business Angeln aus der Region wurde die enge Einbindung des regionalen Netzwerks in die lokalen Unterstützungsmöglichkeiten vorgestellt. In einer anschließenden Besichtigung des „Park Scientifico Murcia“ mit seinem Co-Working Space und Accelerator-Programm wurde ein Eindruck vermittelt, wie das „Co-Working“ vor Ort organisiert ist und wie die entsprechende Förderung der EU (ESF) und der Region Murcia für die dortigen Unternehmen aussieht. Anschließend nahmen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem Design Thinking Workshop teil, den das Unternehmen Rapsodia zum Thema „Neue Ideen für die Start-up Förderung“ organisiert hat.

Am 6. Oktober 2017 schloss sich das Steering Committee Meeting des Projektes an.

Eindrücke vom Treffen finden Sie unter twitter.com/FFWD_EU

Am 06. Dezember 2017 fand in der NBank das 2. Regionale FFWD Stakeholder-Treffen statt. „Wir sind in Niedersachsen in der Start-up Förderung gut aufgestellt und es liegt an uns, das Bestmögliche daraus zu machen“ war ein Kernsatz des Treffens. Mögliche zukünftige Lösungsansätze wurden dabei eingehend diskutiert. Die damit verbundenen Fragen beschäftigten sich mit Lösungsansätzen, die eher eine Spezialisierung und Fokussierung auf niedersächsische Stärken beinhalten. Auch wurde diskutiert, inwieweit eine Förderung regional oder zentral erfolgen kann. Herr Dr. Schmidt von der Marketinggesellschaft der Niedersächsischen Ernährungswirtschaft präsentierte in seinem Impulsvortrag hierzu Ideen, wie „gestandene“ Unternehmen in die Start-up Unterstützung einbezogen werden können. Neben der Bereitstellung von Risikokapital, Darlehen und Beteiligungen, sieht die Runde Unterstützungsmaßnahmen im Bereich „Company Building“ als hilfreich an, damit Start-ups die spezialisierten Anforderungen zukünftiger Kunden (mittlerer Unternehmen) erfüllen.

Vom 21.-23.03.2018 trafen sich die Projektpartner und ihre regionalen Stakeholder mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Region Turin zum 3. Internationalen Projekttreffen. Hauptthema dieses Treffens war die Frage, mit welchen guten Beispielen die Region Turin ihre KMU und Start-ups bei der Internationalisierung unterstützt?

In zahlreichen Vorträgen und Diskussionen wurden verschiedene Ansätze vorgestellt. Insbesondere das Thema Mentoring und die Vernetzung von jungen, regionalen und wachstumsorientierten Unternehmen mit erfahrenen internationalen Managern spielte dabei eine wichtige Rolle.

Am zweiten Tag wurde der Co-Working Space"Talent Garden" besucht. Talent Garden selbst ist ein Start-up, mit dem Geschäftsmodell in verschiedenen mittelgroßen Städten Europas und weltweit Co-Working Spaces zu eröffnen. Im Turiner Talent Garden wird eng mit der Fondazione Agnelli zusammengearbeitet.

Der zweite Besuch galt dem Business Inkubator der Polytechnischen Universität von Turin, in dem Angebote und Strukturen der italienischen Kommerzialisierung des Technologietransfers erläutert wurden.

Begleitet wurden die Vertreter/innen der NBank diesmal von zwei regionalen FFWD Stakeholdern aus Niedersachsen. Eindrücke vom Treffen finden Sie wieder unter twitter.com/FFWD_EU

Am 31. Mai 2018 trafen sich die regionalen Stakeholder des FFWD Projekts zum dritten Erfahrungsaustauch in den Räumen der NBank in Hannover. Erstmalig waren auch Vertreterinnen und Vertreter der neuen Start-up Centren eingeladen an dem Austausch teilzunehmen und von ihrer Arbeit in den Centren zu berichten.

Im Projekt lag der Schwerpunkt in diesem Semester auf dem Thema, wie KMU und Start-ups bei ihren Internationalisierungsbestrebungen unterstützt werden können. Im Bericht des internationalen Projekttreffens in Turin wurde insbesondere als Unterstützungsmöglichkeit das Thema Mentoring bei der Internationalisierungsunterstützung interessiert aufgenommen und diskutiert.

Nach einem Vortrag zu den kostenfreien Dienstleistungen des Enterprise Europe Network in Niedersachsen gab es einen weiteren Erfahrungsbericht aus dem zweiten Interreg Europe Projekt der NBank, dem SIE (Smart Internationalization Exchange) .

Am 13. Dezember 2018 fand erneut das regionale Treffen des FFWD Projektes statt. Ziel dieser regionalen Treffen ist der Austausch der Teilnehmer und ihrer Expertise zum Thema öffentliche Förderung und Unterstützung für Start-ups sowie der Transfer der Erfahrungen und Praxisbeispiele der internationalen Projektpartner nach Niedersachsen.

Im Fokus stand dieses Mal die Zusammenfassung und Relevanz der bisher im Projekt identifizierten guten Praxisbeispiele aller internationalen Projektpartner, zu den drei Schwerpunktthemen des Projektes: „Akzeleratoren-Modelle“, „Zugang zu Finanzierung und Förderung“ und „Zugang zu internationalen Märkten und Kunden“ in der öffentlichen Förderung und Unterstützung von Start-ups.

Ziel war es, für die kommenden Staff Exchanges im Projekt, die besonders relevanten Praxisbeispiele auszuwählen.

Auf Einladung der NBank trafen sich am 11. und 12.09.2019 Vertreterinnen und Vertreter der sieben Projektpartner aus der Normandie (Frankreich), Białystok (Polen), Turin (Italien), Murcia (Spanien), Kaunas (Litauen) und Budapest (Ungarn) in Hannover. Im Zentrum stand die Vorstellung des Niedersächsischen Ökosystems für Start-ups und insbesondere Details zu den beiden im Projekt eingereichten „Guten Praxisbeispielen“ aus Niedersachsen NSeed und der Förderung von Start-up Zentren.

Nach einer Einführung in die Themen NSeed und öffentliches Venture Capital für Start-ups, ergänzte ein Start-up seine praktischen Erfahrungen mit dem Fonds. Eine Beteiligung von NSeed half Implandata einen implantierbaren Mikrosensor zur Augendruckinnenmessung bei Glaukompatienten zu entwickeln und auf den Weg zur Marktreife zu bringen.

Nachmittags zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um in das Start-up Zentren „Hafven“ in Hannover. Nach einer Besichtigung präsentierten die Niedersächsischen Stakeholder im FFWD Projekt ihre Start-up Unterstützung. Dabei waren: VentureVilla Accelerator GmbH, SeedHouse Beteiligungs AG, BANSON und ElevatorLG, hannoverimpuls GmbH, Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ) Oldenburg und embeteco GmbH & Co. KG.

Am zweiten Tag des Projekttreffens wurde der Co-Working Space „Orangery“ in Hildesheim besucht. Ziel war es, das Zusammenspiel öffentlicher und privater Unterstützungsangebote für Start-ups darzustellen. Nach einer Einführung durch die HI-REG Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hildesheim und einer Vorstellung des Geschäftsmodells der Orangery, ergänzten in einer Podiumsdiskussion Herr Dr. Budde von NiedersachsenMetall und Herr Dr. Lührs vom das Start-up Senostic Health (In-vitro-Diagnostik von neurodegenerativen Erkrankungen) ihre Erfahrungen mit Start-up Gründung und -Förderung.

Am 18.11.2019 fand das letzte regionale Stakeholdertreffen statt. Hier wurden die „Guten Praxisbeispiele“ der internationalen Projektpartner vorgestellt, die in den kommenden zwei Jahren (Projektphase 2) nach Niedersachsen übertragen, angepasst und getestet werden sollen. Dies sind:

  • Export Accelerator aus der Normandie (ein Online Fragebogen zur Internationalisierung von Unternehmen)
  • MurciaBan aus Murcia (Unterstützungsleistungen für Business Angel-Netzwerke)

In einer regen Diskussion gaben die regionalen Stakeholder weitere Hinweise, wie die Übertragung nach Niedersachsen gelingen kann.

Die NBank als niedersächsischer Projektpartner im FFWD Europe Projekt dankt allen Stakeholdern, die uns innerhalb der letzten drei Jahre begleitet haben und uns mit ihrem Wissen und Input unterstützt haben! Vielen Dank!

Das letzte internationale Projekttreffen in der ersten Phase des Interregprojekts (Erfahrungsaustausch) fand am 04./05.12.2019 in Kaunas (Litauen) im Kaunas Science and Technology Park statt. Nach der gegenseitigen Vorstellung der Aktionspläne der Partner für die zweite Projektphase (Umsetzungsphase von Piloten in den jeweiligen Regionen) startete die jährliche regionale Start-up Konferenz mit Preisverleihung.

Hauptthema der Konferenz war “Global Startup Ecosystem: Collaborate or Compete?” Nach Impulsvorträgen durch die Litauische Marine und einen Investor, trugen die FFWD Projekktpartner im Rahmen einer Podiumsdiskussion Erfahrungen und Vorschläge zum Thema bei.

Zum Abschluss wurden zwei Preise verliehen, ein FFWD Start-up Preis (Most Innovative Product of the Year) und der regionale Start-up Preis (Most Innovative Companies of 2019).

Begleitet wurden die Vertreter/innen der NBank diesmal von vier regionalen FFWD Stakeholdern aus Niedersachsen.

Das Treffen vom 20.-21.06.2018 in Budapest stand im Zeichen der bisher eingereichten Good Practices des FFWD Projektes. Alle Projektpartner stellen auf der Webseite des Konsortiums die regionalen Good Policy Practices zu den Themenschwerpunkten “Acceleration Models”, “Access to Finance and Funding” und “Internationalization for SMEs” zur Verfügung. Idealerweise dienen diese guten Beispiele dann als Basis für Gestaltung der Aktionspläne, in denen für die beteiligten Regionen Vorschläge für neue Politikinstrumente vorgeschlagen werden.

Zusätzlich besichtigten die Projektpartner zwei Inkubatoren in Budapest. Eine kurze Zusammenstellung senden wir auf Anfrage gerne zu.

Das Steering Commitee Meeting in Paris wurde am 16. November 2018 als Ersatz für das 4. Project Meeting FFWD Europe in Aalborg durchgeführt. Im Fokus standen insbesondere:

- Anforderungen und Beispiele für Aktionspläne, die in Interreg Europe Projekten erarbeitet werden.

- Konkretisierung der Planungen der Staff Exchanges für das Semester 5 des Projektes (1. Halbjahr 2019).

- Umgang und Projektfortführung nach dem Ausscheiden des dänischen Projektpartners.

Beim FFWD Staff Exchange vom 20.05. - 22.05.2019 in der Normandie ging es um einen vertiefenden Eindruck der im Projekt identifizierten "Guten Praxisbeispiele" aus der Normandie.

Dies sind:

  • FFWD Normandie (Acceleration Programm; Neu: Jetzt können, neben Start-ups, auch KMUs am Programm teilnehmen. Alle Teilnehmer zahlen einen Beitrag)
  • XPORT Accelerator (Webplattform, über die die Beratung zur Internationalisierung von KMU koordiniert und durch verschiedene Institutionen gemeinsam bearbeitet wird)

Zusätzlich haben sich vorgestellt:

  • Normandie Participation, die regionale Beteiligungsgesellschaft mit ihrer Strategie und ihrem Portfolio.
  • NormandieIncubation, der universitätsnahe Inkubator der Region
  • Moho, Projekt zum Aufbau des ersten europäischen „Collider“ nach dem Vorbild der University of California (Berkely) in Caen. Hier sollen Ideen „beschleunigt“ werden.

Beeindruckend war insbesondere das Zusammenspiel der einzelnen Förderinstrumente. Wenn Sie Fragen haben, oder sich für die Präsentationen interessieren, wenden Sie sich gerne an das NBank FFWD Projektteam.

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