Neues Förderprogramm: Förderung von Hightech-Inkubatoren

02.07.2021

Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium hat die Richtlinie zur Förderung von Hightech-Inkubatoren/Akzeleratoren, die mit 25 Millionen Euro aus dem Corona-Sondervermögen ausgestattet ist, veröffentlicht. Ziel der Förderung ist es, die Gründung neuer Hightech-Unternehmen in Niedersachsen zu beschleunigen sowie Hightech-Innovationen zu unterstützen und so einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Standorts zu leisten. Die Konzepte werden über die NBank eingereicht.

Wer kann einen Antrag stellen?
Förderfähig sind die Betreiber eines HTI. Diese können Einrichtungen der Forschung und Entwicklung, Unternehmen oder auch Zusammenschlüsse beider sein. Eine (Mit-)Trägerschaft durch kommunale Akteure (z. B. Wirtschaftsfördergesellschaften) kann ebenfalls in Betracht gezogen werden, ist aber keine zwingende Voraussetzung.

Letztempfängerinnen oder Letztempfänger sind:

  • Einzelpersonen,
  • Projektteams als Zusammenschluss von Einzelpersonen, die noch keine gesellschaftsrechtliche Unternehmung gegründet haben,
  • bereits gegründete Start-ups (Unternehmen) deren Projekt als Inkubationsprojekt vom HTI ausgewählt wurde.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
Es muss ein aussagekräftiges und verbindliches Konzept vorgelegt werden, aus dem die Struktur der HTI hervorgeht. Neben einem Finanzierungsplan müssen Sie auch eine Personalplanung vorlegen. Sie als Förderempfänger müssen über eine fachliche Expertise verfügen, um die Trägerschaft eines HTI mit dem beantragten thematischen Schwerpunkt zu übernehmen und es muss ein geeignetes wissenschaftliches und wirtschaftliches Umfeld vorhanden sein. Geeignete Räumlichkeiten zur Beherbergung des beantragten HTI müssen nachgewiesen werden und ein Konzept zur Einrichtung oder zur Bereitstellung entsprechender Labore und Werkstätten samt Gerätepark soll ausgeführt werden. Um diese Bedarfe vollständig abzudecken, besteht die Möglichkeit Konsortialpartner bei der Antragstellung mit einzubeziehen.

Ein entscheidendes Qualitätskriterium bei der Bewertung des Konzeptes ist auch die finanzielle Beteiligung der (regionalen) Wirtschaft im Rahmen des Finanzierungskonzepts, um dem Transfergedanken besonders Rechnung zu tragen. Sie sollten ein Finanzierungskonzept vorlegen aus dem hervorgeht, wie das Projekt langfristig eigenständig finanziert werden kann. Der Anteil der Eigenfinanzierung und das langfristige Finanzierungskonzept werden bei der Auswahlentscheidung berücksichtigt.

Außerdem ist ein Konzept zur unternehmerischen Qualifizierung der Letztempfängerinnen und Letztempfänger während der Inkubation oder Akzeleration vorzulegen. Das Programm zur unternehmerischen Ausbildung kann beispielsweise internes Coaching im HTI, Mentoring durch Unternehmerpersönlichkeiten, Workshops und Vorträge (auch durch externe Dienstleister) beinhalten. Die vorgesehen Coaching-Inhalte und deren Umfang sind darzustellen.

An die berufliche Herkunft der Letztempfängerinnen und Letztempfänger werden keine Bedingungen geknüpft. Sie können aus dem akademischen, unternehmerischen oder aus einem anderen Umfeld kommen. Die Letztempfängerinnen und Letztempfänger aus dem akademischen Bereich haben zum Zeitpunkt der Inkubation ihre akademische Ausbildung bereits abgeschlossen, insbesondere dürfen parallel keine Promotions- oder andere Abschlussarbeiten durchgeführt werden.

Welche Kriterien spielen bei der Auswahl der Projekte eine Rolle?
Die Auswahl der Inkubationsprojekte oder Start-ups durch den HTI erfolgt insbesondere anhand folgender Kriterien:

  • Marktfähigkeit
  • Innovationspotenzial
  • Durchführbarkeit
  • Patentsituation
  • Teamzusammensetzung und unternehmerische Orientierung

Die anschließende Unternehmensgründung soll in Niedersachsen erfolgen. Geförderte Start-ups müssen ihren Sitz oder eine Niederlassung in Niedersachsen haben.

Art und Umfang, Höhe der Förderung
Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Fehlbedarfsfinanzierung zur Projektförderung gewährt. Die Förderung beträgt bis zu 5 Mio. Euro und setzt sich zusammen aus einem Zuschuss für die Implementierung der Struktur und den Betrieb des HTI von bis zu 2 Mio. Euro und einer Projektfinanzierungen von bis zu 3 Mio. Euro, die vollständig an die Letztempfängerinnen und Letztempfänger weiterzuleiten sind.

Was kann gefördert werden und was nicht?

Förderfähig sind:

  • Personal- und Sachausgaben für den Betrieb des HTI,
  • Ausgaben für die Beschaffung hochwertiger technischer Infrastruktur (Maschinen- und Anlagen)
  • Neben der eigenen Infrastruktur des HTI können auch Verträge mit anderen öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen oder Unternehmen zur Nutzung oder Bereitstellung von Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur abgeschlossen werden
  • Ausgaben für Räume, Labore und Gerätepark, d. h. neben der eigenen Infrastruktur des Förderempfängers können weitere Räumlichkeiten für die Einrichtung des HTI eingerichtet werden
  • Ausgaben für externe Dienstleistungen (z. B. Beraterinnen und Berater).
  • Projektfinanzierungen noch nicht gegründeter Start-ups von natürlichen Personen ab 18 Jahren.

Nicht förderfähig sind:

  • Grundstückserwerb,
  • Ausgaben für die GmbH-Gründung
  • als Vorsteuer abziehbare Umsatzsteuer

Bis wann kann ein Konzept eingereicht werden?
Das Konzept müssen Sie bis spätestens 15.08.2021 in einfacher Ausfertigung bei der NBank per E-Mail anbetriebliche.innovation@nbank.de
Die Länge des Konzeptes spielt dabei keine Rolle.

Weitere Informationen stellen wir Ihnen in Kürze auf der Programmseite Hightech-Inkubatoren zur Verfügung. Aktuell finden Sie dort bereits die Richtlinie.

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