• McDonald's Inklusionsbetrieb in Dibbersen

Gästebetreuung und Inklusion als Gesamtkonzept bei McDonald’s

17.07.2018

In Niedersachsen gibt es aktuell über 50 dauerhaft geförderte Inklusionsbetriebe, allerdings lange nicht flächendeckend. Besonders im ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg fehlte es bislang an Vorbildbetrieben. Nun ist das Unternehmen McDonald’s der erste Inklusionsbetrieb im Landkreis Harburg.

Das neue McDonald’s Konzept „Gästebetreuung der Zukunft“ wird in Dibbersen in der Nordheide deutschlandweit einzigartig in Form eines Inklusionsbetriebes umgesetzt. Das Essen wird in Dibbersen erstmalig bei McDonald’s am Tisch serviert. Über einen digitalen Bestellvorgang wählen die Gäste ihr Menü. Ein Transponder auf dem Tisch sorgt dafür, dass der Servicemitarbeiter den Platz zum Servieren erkennt.

Hilfsbereitschaft und gegenseitige Wertschätzung: Gelebte Inklusion

In dieser Inklusionsabteilung sind zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Schwerbehinderung sowie zwei ohne Behinderung tätig: Ein junger Mann, eine gestandene junge Mutter mit zwei Kleinkindern, eine ehemals Selbstständige, die kurz vor der Rente steht und eine ehemalige Zahntechnikerin, die hier eine neue Beschäftigungschance wahrnimmt. Das Team zeichnet sich durch eine große Hilfsbereitschaft und gegenseitige Wertschätzung aus und steht für gelebte Inklusion.

Wodurch zeichnen sich Inklusionsbetriebe aus?

Inklusionsbetriebe sind Unternehmen und Unternehmensabteilungen, in denen Menschen mit Behinderungen, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf besondere Schwierigkeiten stoßen, eine berufliche Perspektive erhalten und mit Kolleginnen und Kollegen ohne Behinderung Seite an Seite zusammenarbeiten. Sie beschäftigen mindestens 30 Prozent Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer Behinderung in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen.

Gründung eines Inklusionsbetriebes

Inklusionsbetriebe werden aus finanziellen Mitteln der Ausgleichsabgabe gefördert. Es werden Investitionen und laufende Personalkosten bezuschusst. Zurzeit sind in Niedersachsen über 50 Inklusionsbetriebe unter anderen in der Metallbearbeitung, im Dienstleistungsbereich, im Handwerk, in der Gastronomie und Hotellerie sowie im Garten- und Landschaftsbau tätig. Grundsätzlich ist die Gründung eines Inklusionsbetriebes oder einer Inklusionsabteilung in jeder Branche möglich. Die Spanne in Niedersachsen reicht von einer inklusiv geführten Kantine mit vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis hin zum Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten.

Hintergrund Unternehmen

Das Unternehmen Petersen-Hanson Familienrestaurants KG betreibt als Franchise-Nehmer seit dem 01.07.2007 sechs McDonald’s Filialen in der Nordheide. Beschäftigt sind aktuell fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in Voll- und Teilzeit, davon 40 im Restaurant Dibbersen. Insgesamt arbeiten sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Schwerbehinderung in den unterschiedlichsten Bereichen. Das Unternehmen erfüllt somit die gesetzliche Quote von wenigstens fünf Prozent an Arbeitsplätzen für schwerbehinderte Menschen (§ 71 Abs.1 SGB IX). Das Unternehmen ist seit 2010 mit dem FaMi-Siegel als familienfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie unter "Inklusionsbetriebe".

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