Förderung der Corona-Forschung in Niedersachsen - 2,3 Millionen Euro für drei Göttinger Forschungsprojekte

16.10.2021

Noch immer bestimmt die Corona-Pandemie weite Teile des gesellschaftlichen Lebens. Die Forschung kann einen Weg aus der Pandemie weisen und Erkrankten effektiv helfen. Auch in Niedersachsen wird aktiv an Lösungen für die diversen Probleme, die das Pandemiegeschehen mit sich bringt, geforscht. Drei Forschungsprojekte aus Göttingen erhalten nun eine Förderung von insgesamt 2,3 Millionen Euro.

Das Geld wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt, um die innovativen Lösungsansätze der berücksichtigten Projekte zu unterstützen. Dabei beschäftigt sich jedes Projekt mit ganz eigenen Problemstellungen und darauf konzipierten Lösungsansätzen.

Der Innovationsverbund PraeInfekt, der aus einem Zusammenschluss von Forschenden der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen, dem Max-Plank-Institut für Dynamik und Selbstorganisation und der Uni Göttingen besteht, arbeitet an der Luftreinigung. Dabei wird vor allem die Luftreinigung mittels raumlufttechnischer Anlagen durch den Innovationsverbund erforscht, um einen effektiven Schutz vor Übertragungen des Coronavirus und anderer Infektionen in Innenräumen zu gewährleisten.

Ein weiterer Innovationsverbund mit dem Namen Defeat Corona setzt sich aus Forschenden der Medizinischen Hochschule Hannover, der Hochschule Ostfalia für angewandte Wissenschaften und der Universitätsmedizin Göttingen zusammen. Anders als PraeInfekt beschäftigt sich der Verbund Defeat Corona mit den immunologischen Prozessen bei Long-COVID-Patientinnen und Patienten und bei immunsupprimierten Geimpften. Im Rahmen des Projektes wird zudem der Anteil dieser Personen an der Gesamtgesellschaft erfasst und versucht, ihnen adäquate Hilfestellungen zu Teil werden zu lassen. Ein Part dieser Hilfe ist beispielsweise eine digitale Spezialsprechstunde, die Long-COVID-Betroffenen ärztliche Beratung verspricht.

Das dritte geförderte Projekt nennt sich COVAAT und wird durch Forschende der Medizinischen Hochschule Hannover und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung getragen. Ziel dieses Innovationsverbundes ist es, das Protein Alpha-1-Antitrypsin in Hinblick auf seine Rolle bei der Prävention schwerer Krankheitsverläufe von COVID-19 Erkrankten zu untersuchen. Sollte sich im Rahmen dieser Forschung herausstellen, dass das Protein eine schützende Funktion einnimmt, so könnte die Forschung in eine klinische Phase-I Studie übergehen, um den ohnehin für die Behandlung anderer Erkrankungen zugelassenen Wirkstoff auch für die Behandlung von COVID-19 zuzulassen.

Gemeinsam decken die drei Projekte wichtige Bereiche im Umgang mit der Pandemie ab: von der Prävention über die Behandlung Erkrankter bis hin zum Umgang mit jenen Personen, die nach einer akuten Erkrankung an Langzeitfolgen leiden. Die Fördersumme von 2,3 Millionen Euro, die den Innovationsverbünden zugesprochen wurde, unterstützt aktiv den Weg aus der Pandemie und stärkt gleichzeitig das bedeutsame Feld der Forschung.

Weitere Informationen finden Sie unter Innovationsförderprogramme der NBank.

Bildnachweis/copyright NBank

Merkzettel

Seite / Dokument wurde erfolgreich dem Merkzettel hinzugefügt.

Es ist leider ein Fehler aufgetreten. Versuchen Sie es später noch einmal!