• Digitalisierung in Niedersachsen ist im vollen Gange

Aufholjagd bei der Digitalisierung in Niedersachsen ist im vollen Gange

11.07.2019

Minister Althusmann: „Digitalisierung ist mehr als Breitbandausbau“

Die Zahlen können sich sehen lassen: 2017 hatten weniger als 1 Prozent aller Gebäude einen Gigabitanschluss für schnelles Internet. Mit einem Gesamtvolumen von mehr als 2 Mrd. Euro und 230 geförderten Maßnahmen geht der Ausbau in Niedersachsen jetzt deutlich voran. 430 000 Gebäude, davon 1000 Schulen, sind damit am schnellen Netz. Das entspricht einer Versorgung von 20 Prozent aller Gebäude.

„Beim Breitbandausbau liegen wir gut im Rennen. Unser Ziel bleibt die vollständige Versorgung aller Haushalte in Niedersachsen mit gigabitfähigen Anschlüssen bis 2025. Das geht natürlich nicht ohne zusätzliches Engagement der Telekommunikationsanbieter.“, erklärte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann auf gestern in Hannover.

Vodafone hat im Rahmen einer Digitalpartnerschaft bereits zugesagt, rund 65 Prozent aller Haushalte im Land über das Kabelnetz bis Ende 2020 mit Gigabitanschlüssen zu versorgen. So schafft es Niedersachsen im gestern erschienenen Breitbandatlas der Bundesregierung bereits an die 4. Stelle der Flächenländer. 37,4 Prozent der Haushalte sind jetzt gigabitfähig. Um Gewerbegebiete, niedersächsische Seehäfen, Schulen, Universitäten, Hochschulen bis Ende 2021 gigabitfähig zu versorgen und „weiße Flecken“ zu erschließen wurde im Juni die neue Förderrichtlinie „Ausbau von Gigabitnetzen in Niedersachsen (GRL)“ gestartet. 220 Mio. EUR stehen hierfür zur Verfügung.

Im Bereich Mobilfunk soll die nächste Aufholjagd beginnen. Als erstes Bundesland hat Niedersachsen mit Hilfe der Mobilfunkanbieter realistische Versorgungskarten erstellt. Seit Herbst 2018 werden pro Quartal mind. 250 Mobilfunkmasten LTE-fähig gemacht und sorgen für besseres mobiles Internet. „Die noch verbliebenen weißen Flecken im Land, in denen mobiles Internet (136), mobiles Telefonieren (99) nicht möglich sind, müssen bis Ende 2021 verschwinden“, betont Althusmann und setzt dabei auf den Ausbau der landeseigenen Mobilinfrastruktur (BOS-Funkstationen), auf 20 Mio. EUR Mobilfunkförderung und auf dem eigenwirtschaftlichen Ausbau der Industrie.

Auch beim Ausbau der digitalen Infrastruktur bleibt der Bürokratieabbau ein Fokusthema des Wirtschaftsministeriums. Tempo und Abläufe bei der Erteilung von Baugenehmigungen werden immer wieder hinterfragt, betont Althusmann.

Hintergrund

Vor elf Monaten hat die Landesregierung den Masterplan Digitalisierung gestartet. Neben dem wichtigen Ausbau der Infrastruktur für schnelles Internet, Mobilfunk und freies WLAN gibt es weitere zentrale Handlungsschwerpunkte in Wirtschaft und Gesellschaft. Insgesamt 1 Mrd. EUR sind für die Digitalstrategie in der Landesregierung eingeplant.

Alle Informationen zum Masterplan Digitalisierung finden Sie auch hier.

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