NBank verdreifacht im Geschäftsjahr 2020 mit mehr als 3 Milliarden Euro Fördersumme das Ergebnis des Förderjahrgangs 2019

Im ersten Quartal 2021 bereits mehr als 1,6 Milliarden Euro an Corona-Hilfen bewilligt

Verwaltungsratsvorsitzender Dr. Berend Lindner: „Umfassende Hilfs- und Förderangebote in der Corona-Pandemie prägten die Tätigkeit im Jahr 2020, aber auch in dieser Krise wurden unsere Angebote für Investitionen in die Zeit danach stark nachgefragt.“

“Die Verdreifachung des Förderergebnisses der NBank verdeutlicht das außerordentliche Engagement für Menschen und Unternehmen in Niedersachsen in einer bis dahin nie dagewesenen Ausnahmesituation. Dies, ebenso wie Zukunftsinvestitionen in Infrastruktur, Wohnungsbau oder Digitalisierung zeichnen den Förderjahrgang 2020 aus.”

- Verwaltungsratsvorsitzender Dr. Berend Lindner

Die Corona-Hilfen stehen im Förderjahr 2020 im Vordergrund:

Die Corona-Krise und die damit verbundenen Hilfsprogramme beanspruchten die Kapazitäten der NBank sehr stark.

Um die Auswirkungen der Corona-Krise abzumildern, wurden gut 50 neue Förder-programme aufgelegt oder der Ausnahmesituation angepasst. Während in einem normalen Förderjahr etwa 20.000 Förderungen bewilligt und ausgezahlt werden, waren es in 2020 Corona-bedingt alleine 175.000 und im originären Fördergeschäft etwa 24.000; zusammengenommen also annähernd 200.000 bewilligte und ausgezahlte Förderungen.

Die Unterstützungsleistungen der NBank beschränkte sich aber nicht nur auf die finanzielle Unterstützung von Menschen und Unternehmen in Niedersachsen. Auch bei Beratungen, die nahezu ausschließlich digital erfolgten, gab es einen großen Bedarf. So kamen im Geschäftsjahr 2020 etwa 71.000 Beratungsgespräche zusammen, während es 2019 lediglich annähernd 16.000 waren. Dies bedeutet de facto eine Steigerung um das 4,5-fache.

Der erhebliche Anstieg der Förderleistungen schlug sich auch bei der Belastung der Belegschaft nieder. Die Mitarbeiter der Bank leisteten im Jahr 2020 mehr als 60.000 Überstunden.

„Die NBank hat sich als verlässlicher Partner für Menschen, Unternehmen, Finanz-wirtschaft und Politik in Niedersachsen erwiesen. Das System der Förderbanken in Deutschland hat sich bewährt und hielt und hält einer fortwährenden Belastungsprobe stand“, so Michael Kiesewetter, Vorstandsvorsitzender der NBank.

Die Förderbereiche der NBank zeigen - ohne Corona Hilfsprogramme - folgende Ergebnisse:

Wirtschaftsförderung

Im Geschäftsjahr 2020 stellte die NBank den niedersächsischen, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fast 203 Millionen Euro zur Verfügung.

“Für die Zukunft der niedersächsischen Wirtschaft sind nicht nur die Corona-Hilfen wichtig, sondern gleichzeitig galt es in hohem Maße Investitionen in die Zukunftsfähigkeit Niedersachsens zu ermöglichen.”

- Michael Kiesewetter, Vorstandsvorsitzender der NBank

Gute Beispiele für die auf Zukunft ausgerichteten Programme sind die Einzelbetriebliche Investitionsförderung oder der Digitalbonus Niedersachsen.

Gerade Betriebe in strukturschwächeren Gebiete benötigen Investitionsförderungen zum Ausgleich von Standortnachteilen. In diesen Regionen stärkt die Förderung die Wettbewerbs- und Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft. Zudem sichert sie dauerhafte Arbeitsplätze. Im Förderjahr 2020 war es eines der Ziele, dauerhafte Nachteile für die Wirtschaft durch die Corona-Krise zu verhindern. Die Einzelbetriebliche Investitionsförderung wurde in Niedersachsen stark nachgefragt. Knapp 180 Fälle mit einem Volumen von annähernd 90 Millionen Euro konnten bewilligt werden.

Zur Beschleunigung der Digitalisierungsprozesse der Unternehmen durch Investitionen in IT-Sicherheit, in die Einführung oder Verbesserung von Hard- und Software der Informations- und Kommunikationstechnologie konnte mit dem Digitalbonus.Niedersachsen ein Fördervolumen von über 30 Millionen Euro (Vorjahr 5 Millionen Euro Euro) bewegt werden.

Als weiteres gelungenes Beispiel der Wirtschaftsförderung sind Beteiligungen zu nennen:

Zum Ende des Geschäftsjahrs 2020 ist es der NBank Capital, eine hundertprozentige Tochter der NBank, gelungen, die Zahl ihrer Beteiligungen auf 76 zu steigern. Insgesamt umfassten die Beteiligungen ein Gesamtvolumen von annähernd 76 Millionen Euro. Davon entfielen allein 18 Millionen Euro Neuinvestitionen auf das Jahr 2020.

Wie hoch der Bedarf an Beteiligungsprogrammen für Gründungsvorhaben ist, zeigt ebenso der neue niedersächsische Start-up Monitor. „Mit den Beteiligungsprogrammen für Gründerinnen und Gründer will die NBank auch die private Investorenszene aktivieren, um ihr Engagement in die Start-up Szene zu erhöhen. Eine funktionieren-de Start-up Landschaft, in der neue Ideen und Forschungsergebnisse ihren Weg in Wirtschaft und Gesellschaft finden können, ist unser Anliegen“, so Verwaltungsratsvorsitzender Dr. Lindner.

Wohnraumförderung

In Zeiten der Corona-Krise sind viele Menschen zurückhaltend, wenn es darum geht, sich eine neue Wohnung zu suchen. Das Dach über dem Kopf gewährt Stabilität und Umzüge sind unter Corona-Bedingungen schwer zu realisieren. Vor allem ist bezahlbarer Wohnraum nach wie vor knapp.

Über die Wohnraumförderung stellte die NBank dem Wohnungsbau in Niedersachsen geförderte Darlehen in Höhe von annähernd 205 Millionen Euro zur Verfügung; 2019 waren es noch 187 Millionen Euro.

Mit diesem Geld wurden fast 1.600 bezahlbare neue Wohnungen geschaffen oder vorhandene modernisiert, während es 2019 etwa 1.400 waren. Im Vergleich der letzten fünf Jahre wurde in 2020 das beste Ergebnis der Wohnraumförderung erzielt. In jedem Jahr gelang eine Steigerung des Fördervolumens.

“Die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum wird perspektivisch immer wichtiger, und das nicht nur in Ballungsgebieten, sondern auch im ländlichen Raum. Die NBank erfüllt hier eine wichtige Funktion mit der Bereitstellung von Förderdarlehen.”

- Dr. Ulf Meier, Vorstandsmitglied der NBank

Infrastrukturförderung

Unternehmen und Menschen profitieren von Investitionen in die Infrastruktur gleichermaßen. Dabei beansprucht der Ausbruch der Corona-Pandemie die kommunalen Finanzen in einem bislang unbekannten Ausmaß.

Insofern ist die Unterstützung durch die ausgezahlten Volumina im Bereich der Infrastrukturförderung mit einem Anstieg von knapp 424 Millionen Euro auf fast 647 Millionen Euro von besonderer Bedeutung. Davon entfielen alleine 219 Millionen Euro auf den Kommunalen Infrastrukturkredit, den 60 niedersächsische Kommunen in Anspruch nahmen. Der Schwerpunkt der damit finanzierten kommunalen Investitionen liegt beim Um-, Aus- und Neubau von Schulen. „Wir freuen uns, mit diesem Produkt, einen Beitrag für eine langfristig günstige Finanzierung bei den Kommunen leisten zu können, die damit wichtige Vorhaben realisieren können,“ so Dr. Meier.

Arbeitsmarktförderung

Mit annähernd 148 Millionen Euro unterstützte die NBank den Arbeitsmarkt und übertraf damit das Vorjahresergebnis um mehr als 20 Millionen Euro. Im Einzelnen stecken dahinter 18.848 Förderungen.

Eines der Zukunftsthemen ist nach wie vor die Fachkräftesicherung. Ein bedeut-endes Instrument der Fachkräftesicherung in Niedersachsen ist das Aufstiegs-BaföG. Im vergangenen Jahr stiegen die Zuschüsse von 34,8 Millionen Euro auf 61,8 Millionen Euro um etwa 80 Prozent. Eine Gesetzesnovelle eröffnet nun weitere Fördermöglichkeiten für Zweit- und Drittfortbildungen.

Im Dezember des letzten Jahres wurden 24 Projekte der neuen Förder-Richtlinie „Start Guides“ bewilligt. Neben einem zentralen Koordinierungsprojekt starten zu Beginn des Jahres insgesamt 23 regionale Start Guide-Projekte. Zielgruppe sind Unternehmen mit Fachkräftebedarf an Betriebsstandorten in Niedersachsen sowie internationale Zuwanderer mit Erwerbsinteresse in Niedersachsen.

Ausblick

Das Geschäftsjahr 2021 wird erneut sehr stark durch die Unterstützung für Menschen und Unternehmen in Niedersachsen während der Corona-Krise geprägt sein.

Es erfolgten in diesem Jahr umfangreiche Auszahlungen weiterer Corona Hilfen. Im ersten Quartal 2021 wurden insgesamt bereits 1,6 Milliarden Euro Fördermittel bewilligt. Damit hat die NBank bereits nach einem Quartal mehr als die Hälfte des gesamten Vorjahresförderergebnisses erreicht.

Bis Mitte Mai 2021 sind 419 Millionen Euro an Novemberhilfe und 450 Millionen Euro an Dezemberhilfe in Niedersachsen ausgezahlt worden. Über die Neustarthilfe, die Soloselbstständigen mit erheblichen finanziellen Einbußen durch die Corona-Krise unterstützt, kamen weitere 62 Millionen Euro hinzu. Bei der Überbrückungshilfe III wurden bislang Auszahlungen in Höhe von 520 Millionen Euro geleistet.

Zudem beginnt 2021 die neue EU-Förderperiode mit all den Herausforderungen, die anfangs einer Förderperiode bei der Umsetzung der neuen Programme anstehen. Die Planungen und Arbeiten sind in vollem Gange. Die Förderung des digitalen Wandels und die Bekämpfung des Klimawandels werden stark im Vordergrund stehen.

„Dieser kurze Überblick verdeutlicht die anhaltend hohen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der NBank Mitarbeiter. Dieses Szenario dürfte die Bank und ihre Mitarbeiter im gesamten Geschäftsjahr 2021 begleiten“, so Vorstandsvorsitzender Michael Kiesewetter.

„In der Krise hat sich bewährt, dass wir die Kompetenzen für Hilfs- und Förderangebote gebündelt in der NBank wahrnehmen, eine Kombination verschiedener Finanzierungsinstrumente ermöglichen und damit einen zentralen, beratenden Ansprechpartner haben. Auch für 2021 wird diese Struktur der NBank uns erfolgreich nach vorne bringen“, so Verwaltungsratsvorsitzender Dr. Lindner abschließend.

Den gesamten Förderbericht mit eindrucksvollen Förderprojekten lesen Sie unter https://förderjahr2020.nbank.de.

Alle Videos zu unseren Best-Practice Beispielen finden Sie auf Youtube.

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