Über 50 Start –ups bewarben sich für Investorenkonferenz NCapital auf der CeBIT

smapOne gewann Sonderpreis von Deloitte

Die Investorenkonferenz NCapital der NBank auf der diesjährigen CeBIT war ein voller Erfolg. Dies manifestiert sich beispielsweise an den Teilnahmeanfragen. So wollten 50 Start-ups an dem Pitch teilnehmen. Zehn davon wurden für die Präsentation vor fast 100 Kapitalgebern ausgesucht. Davon setzte sich smapOne durch und gewann den Sonderpreis von Deloitte. Ausgeschrieben war ein interdisziplinärer Workshop, bestehend aus den Disziplinen Tax, Legal und Corporate Finance.

„50 Bewerbungen zeigen, dass sich NCapital zunehmend in der Venture-Capital Szene etabliert hat“, so Dr. Sabine Johannsen, Vorstandsmitglied der NBank. Bei allen sich präsentierenden Unternehmen handelte es sich um starke Kandidaten. Insofern war im Vorfeld der Veranstaltung ein intensiver Auswahlprozess erforderlich. Der Qualitätssprung der Start-ups war schon an den eingehenden Unterlagen festzumachen. Musste die NBank vor nicht allzu langer Zeit noch Nachhilfeunterricht bei den Präsentationsunterlagen geben, sprechen diese jetzt für sich und es gibt nur noch wenig Gesprächsbedarf.

In diesem Umfeld setzte sich smapOne aus Hannover durch. Ausgangspunkt ihrer Innovation war der Gedanke, dass maßgeschneiderte, schnell verfügbare Businesslösungen oft an zu hohen Umsetzungshürden in Unternehmen scheitern. smapOne ermöglicht es plattformunabhängig und ohne Programmierkenntnisse eigene Ideen und Prozesse selbst in Apps zu verwandeln. Zudem erleichtert die schnelle und unkomplizierte Digitalisierung wiederkehrender kleinerer Geschäftsprozesse den Arbeitsalltag. Das Start-up wurde im Mai 2014 von Sven Zuschlag, Jan Zimmermann und Thomas Schwarz gegründet.

Vorausgegangen war dem Pitch eine Podiumsdiskussion über die Notwendigkeit von Beteiligungskapital mit hochrangigen Experten.

Vielfach wurden die schlechten steuerlichen und aufsichtsrechtlichen Bedingungen in Deutschland für Investoren bemängelt. Dies führt zu der abstrusen Situation, dass deutsche Kapitalgeber Fonds im Ausland gründen und von dort ihr Geld in deutsche Start-ups investieren. Die deutschen Wirtschaftsminister der Länder haben schon viele Vorschläge unterbreitet, die für Abhilfe sorgen können. Die Bundesregierung hat diese bisher aber nicht aufgegriffen.

Während in Deutschland im Jahr 2015 nach einer Statistik des Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften in 1.254 Unternehmen insgesamt 5,34 Milliarden Euro investiert wurden entfielen auf Niedersachsen nur 411,57 Millionen Euro in 55 Unternehmen. Im Bereich des Risikokapitals ist der Unterschied noch gravierender. In Deutschland wurden 724 Unternehmen mit 780.07 Millionen unterstützt; in Niedersachsen dagegen nur 20 Unternehmen mit 2,4 Millionen Euro. Es besteht also noch viel Luft nach oben.

Der Moderator der Veranstaltung und Venture-Capital-Experte Mathias Renz, Verlagsleiter des Venture-Capital-Magazins zeigte sich überzeugt, dass Niedersachsen aufholen werde. Bester Beweis sei die erfolgreiche Investorenkonferenz NCapital auf der CeBIT.

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