Ausbildungsverbünde - Gute Arbeit in den Regionen

Gewinnung von Betrieben für Ausbildung und effektives Matching von Angebot und Nachfrage

Im Fokus:

  • Besonderer Förderbedarf
  • Bewerber/innen mit Zuwanderungsgeschichte
  • Flüchtlinge

Derzeitige Ausbildungsverbünde

Projekt: AusbiV plus Ausbildungsdienstleistungen
Ansprechpartnerin: Sandra Michel
Telefon: 05171 7791-41
EMail: michel@bbg-peine.de
www.bbg-peine.de/index.php

Das konzipierte Projekt "AusbiV plus Ausbildungsdienstleistungen" beinhaltet eine Verbundausbildung nach dem Modell Regiebetrieb-Partnerbetriebe. Der Verbund richtet sich an Benachteiligte und Marktbenachteiligte Jugendliche. Zudem soll jungen Menschen mit Lernbeeinträchtigungen sowie jungen Menschen mit Migrationsgeschichte (Asylbewerber und Flüchtlinge) ein Zugang zu einer Berufsausbildung (ggf. auch in theoriereduzierten Berufen nach BBiG) eröffnet werden. Die Aus- und Zielrichtung des Projektes ist die Fachkräftesicherung in der ländlichen Region Peine und die Chance auf eine betriebliche Ausbildung aus dem Kreis der benachteiligten Bewerber (Förderbedarf und/oder -anspruch nach dem SGB II und SGB III) sowie Bewerber mit Migrationshintergrund und junge Asylsuchende mit entsprechender Bleibeperspektive sowie alleinerziehende junge Mütter.

Ausbildungsverbund Heidekreis
Ansprechpartner: Hans-Ulrich Obieglo
Telefon: 05161 948877
EMail: hobieglo@vhs-heidekreis.de
www.vhs-heidekreis.de/vhs-projekte/ausbildungsverbund2017.html

Das konzipierte Projekt "Ausbildungsverbund Heidekreis" beinhaltet eine Verbundausbildung nach dem Modell Regiebetrieb-Partnerbetriebe. Der Verbund richtet sich an Benachteiligte und Marktbenachteiligte Jugendliche. Zudem soll jungen Menschen mit Lernbeeinträchtigungen sowie jungen Menschen mit Migrationsgeschichte (Asylbewerber und Flüchtlinge) ein Zugang zu einer Berufsausbildung (ggf. auch in theoriereduzierten Berufen nach BBiG) eröffnet werden.

Im Ausbildungsmarkt der Zielregion existieren verschiedene Problemlagen: Es gibt einerseits Berufe, die noch einen deutlichen Bewerberüberhang verzeichnen und andererseits Berufe, in denen sich der auf dem demografischen Wandel beruhende Fachkräftemangel schon sehr deutlich ist. Besonders betroffen von diesen Disparitäten sind - neben den Betrieben, die keinen Nachwuchs finden - die benachteiligten Zielgruppen. In den Berufen mit Bewerberüberhang entscheiden sich die Arbeitgeber für Jugendliche mit besseren Voraussetzungen (Schulnoten, kein Migrationshintergrund etc.) viele vor allem der kleinen und mittleren Betriebe mit unbesetzten Ausbildungsstellen verzichten eher auf Auszubildende, als sich mit vermeintlich nicht geeigneten Bewerber/innen zu "belasten."

Der Verbund hat einerseits das Ziel in Berufen mit Bewerberüberhang (z.B. Informatik, Lagerlogistik, Tourismus und Sport) zusätzlich Ausbildungsplätze bereit zu stellen und andererseits in Berufsfeldern mit Stellenüberhang ( z.B. HoGa, Köche, Sanitär) Betriebe zu motivieren und zu befähigen, Menschen aus benachteiligten Gruppen erfolgreich auszubilden. Ergänzt wird dieser Ansatz durch die Aufnahme von Bewerber/innen aus dem europäischen Ausland, vor allen aus Spanien.

AusbildungsVerbund International
Ansprechpartner: Ulrich Folger
Telefon: 0441 36116632
EMail: ulrich.folger@bbf-sustain.de
www.bbf-sustain.de/projekte/mobipro-eu/ausbildungsverbund-international/

Das konzipierte Projekt „AusbildungsVerbund International“ beinhaltet eine Verbundausbildung nach dem Modell des „Leitbetriebes mit Partnerbetrieben“. Das Projekt AusbildungsVerbund International möchte eine Fachkräftelücke in Deutschland schließen und auf der anderen Seite arbeitslosen Jugendlichen in Deutschlands eine Chance auf einen Arbeitsplatz geben.

Viele Personen mit Migrations– bzw. Flüchtlingshintergrund sowie benachteiligte junge Menschen benötigen in den kommenden Jahren eine berufliche Perspektive auf dem deutschen Arbeits- bzw. Ausbildungsmarkt. Nur durch eine gezielte Begleitung dieser jungen Menschen können Ausbildungsabbrüche vermieden und die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen werden. Die Verbindung aus pädagogischer, sprachlicher und fachlicher Betreuung die für das Projekt AusbildungsVerbund International konzipiert wurde, ist umfassend und bietet vielen Menschen eine Chance, die Integration auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Nur durch wirtschaftliche Integration ist eine generell gelungene und nachhaltige Integration möglich. Das Projekt AusbildungsVerbund International begleitet nicht nur die Auszubildenden sondern auch den Betrieb. Unterstützungen für die Auszubildenden (Behördengänge, sprachliche Trainings, sozialpädagogische Unterstützung, Kriseninterventionen, fachliche Nachhilfe und vieles mehr) wird ergänzt durch Hilfen für den Betrieb (gemeinsames Erstellen eines Integrationsplanes, Krisenintervention, Trainings für Ausbilder, Mentorenprogramm, Mediation in Konfliktfällen etc.). Das Projekt richtet sich an junge Flüchtlinge, an Migranten und an benachteiligte Jugendliche.

Kurssystem AVB TEC 21
Ansprechpartnerin: Katharina Petersen
Telefon: 04161 648-233
EMail: kpetersen@hs21.de
www.avbtec21.de/

Das konzipierte Projekt „Kurssystem AVB TEC 21“ beinhaltet eine Verbundausbildung nach dem Modell „Ausbildungsverein“: Mehrere Betriebe schließen sich auf vereinsrechtlicher Basis zu einem Ausbildungsverein zusammen, der die Funktion des Ausbildenden übernimmt. Vertragspartner des Auszubildenden ist also der Verein, der seine Mitglieder (die Betriebe) auf der Grundlage einer Vereinssatzung zur Übernahme von Teilausbildungen verpflichtet. Die Verantwortung für die Ausbildung liegt beim Vereinsvorstand. Für die duale Ausbildung nach BBIG werden die Auszubildenden dann auf die angeschlossenen Betriebe verteilt. Ein Zielbetrieb finanziert die Ausbildung durch monatliche Ausbildungsbeiträge mit dem Ziel, den Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung als gut ausgebildete Fachkraft für seinen Betrieb zu übernehmen. Besonderheit des AVB TEC 21 ist der Sitz bei Gründungsmitglied hochschule 21 mit dem dualen Studiengang Mechatronik.

Der Ausbildungsverbund Technik 21 e.V. hat sich u.a. zum Ziel gesetzt:

  • Dem Fachkräftemangel der Region in den technischen Bereichen entgegenzuwirken
  • Den Anteil von Mädchen und jungen Frauen in technischen Berufen zu erhöhen
  • Jugendliche mit besonderem Förderbedarf erfolgreich in technische Berufe zu führen
  • Talentförderung für begabte MINT-begeisterte Jugendliche anzubieten
  • Flüchtlinge zu integrieren und auf eine duale (ggf. technische) Ausbildung vorzubereiten

Der Ausbildungsverbund Technik 21 e.V. geht neben der Ausbildung in technischen und kaufmännischen Berufen (z.B. Mechatroniker, Industriemechaniker, Maschinen- und Anlagenführer, Elektroniker für Automatisierungstechnik, Industriekauffrau/-mann, Kauffrau/-mann für Büromanagement) individuell auf die Auszubildenden und die jeweiligen Zielbetriebe ein. Dies geschieht einerseits durch für jeden Ausbildungsberuf verpflichtende und ergänzende Ausbildungsinhalte sowie folgende Maßnahmen:

  • Aufbau von berufsbewerbenden Maßnahmen vor Beginn einer Ausbildung unter Einbeziehung von Auszubildenden des Ausbildungsverbundes und Studenten der hochschule 21.
  • Aufbau von einzelnen Bausteinen eines Kurssystems während der laufenden Ausbildung zur Begleitung der technischen Ausbildung im Betrieb
  • Nachbereitung und Ergänzung der Berufsschule (in Kooperation mit der BBS Buxtehude)
  • Prüfungsvorbereitung für Teil 1 und 2, ebenfalls unter Einbeziehung von Auszubildenden (Modell „Tutoring-Auszubildende helfen Auszubildenden“) und Studenten der hs21 sowie Kooperationspartner (z.B. Prüfbetriebe)
  • Vermittlung „Soziale Kompetenzen“ für Auszubildende und auf Wunsch für Ausbildungsbetreuer der Betriebe

Verbundausbildung II 01.09.2017 bis 31.08.2020
Ansprechpartner: Anja Holmer
Telefon: 0511 673790
EMail: Anja-Holmer@pro-beruf.de
http://www.pro-beruf.de/verbundausbildung.html

Im ersten Jahr der Ausbildung fungiert die Pro Beruf GmbH oder die Maler- und Lackiererinnung Hannover als Leitbetrieb, d.h., dass die Auszubildenden beim Träger oder der Innung angestellt werden. Nach dem ersten Ausbildungsjahr übernimmt der Betrieb den Ausbildungsvertrag. Der Betrieb wird während der restlichen Dauer der Ausbildung seitens des Trägers unterstützt und beraten. Es erfolgt eine gemeinsame weitere Förderplanung.

Um Ausbildungsabbrüche zu vermeiden, wird den Auszubildenden bei Schwierigkeiten im Übernahmebetrieb eine Rückkehr zum Träger/zur Innung ermöglicht. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine Rückkehr für einen bestimmten Zeitraum, bevor erneut ein Wechsel in den Betrieb versucht wird. Diese besondere Flexibilität der Maßnahme ‚Verbundausbildung‘ verhindert einen erneuten gescheiterten Integrationsversuch und sichert das bereits Erreichte. Die Auszubildenden müssen nicht wieder ganz von vorne anfangen. Sie werden während ihrer gesamten Ausbildung engmaschig sozialpädagogisch begleitet und erhalten Hilfestellungen bei schulischen, betrieblichen und privaten Problemen. Durch einen intensiven Stütz- und Förderunterricht erhalten sie Unterstützung bei der Bearbeitung und dem Verständnis der Berufsschulinhalte sowie bei Bedarf eine Deutschförderung.

Der Verbund richtet sich an Benachteiligte und marktbenachteiligte Jugendliche. Zudem soll jungen Menschen mit Lernbeeinträchtigungen sowie jungen Menschen mit Migrationsgeschichte (Asylbewerber und Flüchtlinge) ein Zugang zu einer Berufsausbildung (ggf. auch in theoriereduzierten Berufen nach BBiG) eröffnet werden.

Das Projekt informiert die Jugendlichen im Vorfeld über wenig nachgefragte Ausbildungsberufe mit guten Zukunftsperspektiven und weckt Interesse. Es stabilisiert die jungen Menschen während ihrer Ausbildung und verbessert die Ausbildungsreife. Weiterhin werden neue Rekrutierungsstrategien für unbesetzte Ausbildungsplätze eröffnet. Die Verbundausbildung reagiert durch optimierte Vorbereitung der Auszubildenden und gute Matching-Prozesse auf die hohe Vertragslösungsquote gerade in dem Berufsfeld Gastronomie. Durch die Ausbildung von jungen Menschen insbesondere auch Menschen mit Migrationsgeschichte, die ohne Unterstützung eine Ausbildung nicht bewältigen könnten, wird dem Fachkräftebedarf begegnet.

Pflege Region Uelzen und Umgebung
Ansprechpartner: Dieter Ruschenbusch
Telefon: 0581 9730-0
EMail: dieter.ruschenbusch@daa.de
www.daa-uelzen.de Link: https://daa-uelzen.de/themen/avpu/

Das konzipierte Projekt "AVPU", dem im Bereich der Pflege tätige Unternehmen und Institutionen angehören, hat sich die Durchführung, Unterstützung und Förderung der Ausbildung in Pflegeberufen sowie die Etablierung einer Verbundausbildung zur Aufgabe gemacht.

Fachkräftesicherung in der ländlichen Region Uelzen in qualifizierten Pflegeberufen (Altenpfleger/in) entsprechend dem Altenpflegegesetz. Der Bedarf an entsprechenden Personal ist aktuell hoch und prognostisch stark steigend, die vorhandenen Ausbildungsstellen können jedoch vor Ort nicht besetzt werden. Das Projekt denkt deshalb über die Kreisgrenzen hinaus und setzt auch auf die Anwerbung von Ausbildungsplatzsuchenden aus Bosnien-Herzegowina und Serbien. Die Grundsätze der ethisch vertretbaren Anwerbung von ausländischen Arbeits- und Fachkräften in der Pflege sind ausdrücklich berücksichtigt. Auch werden Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und/oder Zuwanderungsgeschichte (Flüchtlinge) aus dem Raum Uelzen angeworben. Das Projekt ist gleichsam darauf angelegt, als Attraktor für ein zukünftiges lokal-regionales Nachfragewachstum nach Ausbildungsplätzen in der Pflege zu wirken.

Bildnachweis: Fotolia/copyright Monkey Business

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