Soziale Innovation

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Der demografische und gesellschaftliche Wandel in Niedersachsen stellt neue Anforderungen an die Arbeitswelt und Daseinsfürsorge. Die Entwicklung und Erprobung neuer, innovativer und übertragbarer Ansätze zur Lösung sozialer Herausforderungen und zur Deckung lokaler und regionaler Bedarfe sind erforderlich.
Im Vordergrund des Förderprogramms stehen innovative Projekte zur Anpassung von Unternehmen und Arbeitskräften an die gesellschaftlichen Veränderungen. Hinzu kommen innovative Vorhaben, um den Zugang zu Gesundheits- und Sozialdienstleistungen zu verbessern und zu sichern. Um die Initiierung, Erprobung und Umsetzung innovativer Projektansätze zu beschleunigen, werden zudem landesweit drei Stellen für Soziale Innovation bezuschusst.*

* Rechtsgrundlage für die Förderung in beiden Programmgebieten (SER „stärker entwickelte Region“ bzw. ÜR „Übergangsregion“). ist die Richtlinie vom 22.06.2015 zum Programm „Soziale Innovation“. Für die Stellen für Soziale Innovation (A) und für die sozial innovativen Projekte (B) gelten unterschiedliche Fördervoraussetzungen.

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Wer wird gefördert?

A) Stellen für soziale Innovation

  • Zwei Stellen für die Niedersächsischen Spitzenverbände der Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit Sitz in Niedersachsen
  • Eine Stelle für die Landesverbände im Bereich der sozialen Dienstleistungen (einschließlich Gesundheits-, Pflege-, Bildungs- und anderer sozialer Dienstleistungen von allgemeinem Interesse) mit Sitz in Niedersachsen

B) Sozial innovative Projekte

  • Träger in der Rechtsform einer juristischen Person des öffentlichen oder des privaten Rechts

Was wird gefördert?

A) Stellen für soziale Innovation

  • Unterstützung und Aktivierung regionaler Akteure und Sozialpartner bei der Identifizierung und Entwicklung von Projektansätzen.
  • Begleitung der Projektträger bei der Umsetzung sozial innovativer Projekte in den zwei Förderschwerpunkten Wandel und Daseinsfürsorge.
  • Aufbau und Pflege eines Netzwerkes zur Förderung des Zuwendungszwecks und zur Verbreitung von innovativen Lösungsansätzen.
  • Organisation von Maßnahmen zur transnationalen Kooperation und zum Erfahrungsaustausch.

B) Sozial innovative Projekte

Projekte, die aufgrund ihres innovativen Charakters der Entwicklung, Erprobung und Umsetzung neuer und verbesserter Lösungen für soziale Herausforderungen und zur Deckung lokaler und regionaler Bedarfe dienen und sich als übertragbar eignen.

Gefördert werden Projekte mit zwei Schwerpunkten:

  • 1. Anpassung von Unternehmen, Unternehmerinnen, Unternehmern und Arbeitskräften an den Wandel, insbesondere durch
    • strukturelle Veränderungen der Arbeits- und Unternehmensorganisation zur Gestaltung eines lebensphasenorientierten, gesundheitsfördernden, inklusiven und attraktiven Arbeitsumfeldes,
    • Etablierung neuer gesellschaftlicher, insbesondere auch generationen-übergreifender Beziehungen oder Formen der Zusammenarbeit, auch in Form von Netzwerken.
  • 2. Sicherung des Zugangs zu sowie Verbesserung und Ausweitung von erschwinglichen, nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Gesundheits- und Sozialdienstleistungen zur Sicherung der Daseinsvorsorge, insbesondere durch:
    • Ansätze zur Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen vor allem in den Bereichen Kinder, Jugend, Migration, ältere und alte Menschen, Menschen mit Behinderung sowie sozial Benachteiligte,
    • Fach- bzw. sektorenübergreifende Ansätze oder Kooperationen von In-stitutionen und Stakeholdern, z. B. Anbietern sozialer Dienstleistungen mit Forschungseinrichtungen, Betroffenen und Nutzern.

Umfang der Förderung

  • Projekte des Förderschwerpunktes 1
    • Personalausgaben (Bildungs-, Beratungs- und Verwaltungspersonal auf der Basis von Standardeinheitskosten sowie Honorarkräfte)
    • Ausgaben für Teilnehmende
    • Ausgaben für Verbrauchsgüter, Miete und Leasing und Abschreibungen
    • Pauschal abgerechnete indirekte Ausgaben in Höhe von 15 % der anerkannten Personalausgaben.
  • Projekte des Förderschwerpunktes 2
    • Personalausgaben (Projekt- und Verwaltungspersonal auf der Basis von Standardeinheitskosten sowie Honorarkräfte)
    • Pauschal abgerechnete Ausgaben (Restkosten) in Höhe von 30 % der anerkannten Personalausgaben.

Wie wird gefördert?

Bedingungen

A) Stellen für soziale Innovation

  • Pro Stelle für Soziale Innovation sind Gesamtausgaben bis zu einem Höchstbetrag von 450.000 Euro förderfähig.
  • Die Projektlaufzeit ist auf 36 Monate begrenzt.
  • Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Es handelt sich um eine Anteilfinanzierung.
  • Die Höhe des aus ESF-Mitteln gewährten Zuschusses darf maximal 60 % der förderfähigen Gesamtausgaben (maximal 450.000 Euro) in beiden Programmgebieten (SER „stärker entwickelte Region“ bzw. ÜR „Übergangsregion“) betragen.
  • Der Antragsteller darf vor Bewilligung durch die NBank keine projektbezogenen Liefer-, (Dienst-)Leistungs- oder Arbeitsverträge abschließen (LHO §§ 23).
  • Für die Auszahlung des Zuschusses gilt das Erstattungsverfahren.
  • Die Mittelabrufe für tatsächlich getätigte Ausgaben erfolgen mindestens vierteljährlich unter Vorlage der Originalbelege.
  • Eine Fördermittelkombination mit EU-Mitteln anderer Bundes- und Landesprogramme ist unzulässig.
  • Förderfähig sind Personalausgaben (Projekt- und Verwaltungspersonal auf der Basis von Standardeinheitskosten), Honorarkräfte sowie pauschal abgerechnete Ausgaben (Restkosten) in Höhe von 35 % der anerkannten Personalausgaben.

B) Sozial innovative Projekte

  • Die Gesamtausgaben für Projekte sind bis zu einem Höchstbetrag von 300.000 Euro förderfähig.
  • Die Projektlaufzeit ist auf 24 Monate begrenzt.
  • Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Es handelt sich um eine Anteilfinanzierung.
  • Die Höhe des aus ESF-Mitteln gewährten Zuschusses darf maximal 60 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben (maximal 300.000 Euro ) in beiden Programmgebieten betragen (SER „stärker entwickelte Region“ bzw. ÜR „Übergangsregion“).
  • Der Antragsteller darf vor Bewilligung durch die NBank keine projektbezogenen Liefer-, (Dienst-) Leistungs- oder Arbeitsverträge abschließen (LHO §§ 23).
  • Für die Auszahlung des Zuschusses gilt das Erstattungsverfahren.
  • Die Mittelabrufe für tatsächlich getätigte Ausgaben erfolgen mindestens vierteljährlich unter Vorlage der Originalbelege.
  • Eine Fördermittelkombination mit EU-Mitteln anderer Bundes- und Landesprogramme ist unzulässig.
  • Einhaltung der Höchstgrenzen der De-minimis-Verordnung bzw. der DAWI-De-minimis-VO.
  • Nicht förderfähig sind Projekte zur Qualifizierung und Vermittlung von Arbeitslosen und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und Projekte mit dem Ziel einer beruflichen Weiterbildung von Fachkräften.

Voraussetzungen

A) Stellen für soziale Innovation

  • Der Zuschussantrag muss fristgerecht und vollständig zum Antragsstichtag eingereicht werden.
  • Die Gesamtfinanzierung muss gesichert sein.
  • Die Eignung und administrative Kompetenz des Antragstellers liegt vor.
  • Bewertung und Priorisierung
    Basis für die Bewertung des Förderantrages sind fünf Qualitätskriterien mit insgesamt maximal 100 Punkten:

    Besondere projektspezifische Qualifikation und Erfahrung (30):
    Dazu zählen insbesondere nachgewiesene Erfahrungen bei der Entwicklung von Projektansätzen im jeweiligen Handlungsschwerpunkt sowie geeignetes Personal zur Initiierung innovativer Projektideen (Fachkompetenz).

    Kommunikation und Partizipation (20):
    Die Bewertung vorhandener, zur Initiierung innovativer Projektideen geeigneter Netzwerke, sowie die Vorlage eines schlüssigen Konzepts zur Kommunikation und Verbreitung innovativer Projekte.

    Methodenkompetenz (30):
    Konzeption und Methodik sowie Projektmanagement werden danach bewertet, wie gut sie zur Initiierung und Begleitung innovativer Projekte geeignet sind.

    Querschnittsziele (15):
    Ziele sind Gleichstellung von Frauen und Männern, Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit, „Gute Arbeit“.

    Angemessenheit der Ausgaben im Verhältnis zu den Zielsetzungen und zur fachlich notwendigen Durchführung (5):
    Es werden die Einzelheiten und Erläuterungen des Finanzierungsplanes und der Kalkulation auf Nachvollziehbarkeit bewertet.

    Bewertungsrelevante Unterkriterien finden Sie auf dem Formular „Projektbeschreibung/Langfassung“. Ein Projekt kann gefördert werden, wenn eine Mindestanzahl von 50 Punkten erreicht wird.

B) Sozial innovative Projekte

  • Der Zuschussantrag muss fristgerecht und vollständig zum Antragsstichtag eingereicht werden.
  • Die Gesamtfinanzierung muss gesichert sein.
  • Die Eignung und administrative Kompetenz des Antragstellers liegt vor.
  • Bewertung und Priorisierung
    Basis für die Bewertung des Förderantrages sind fünf Qualitätskriterien mit insgesamt maximal 100 Punkten

    Innovationsgehalt und Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen (30):
    Die Bewertung des Projektes auf seinen Innovationsgehalt bzw. der Neuheit seines Handlungsansatzes. Es muss mindestens in einem Strategiefeld zur Umsetzung der RIS3-Strategie in Niedersachsen einen Beitrag leisten.

    Antragsqualität und Partizipation (15):
    Bewertungskriterien sind eine konkrete, nachvollziehbare Projektkonzeption, ein angemessener Ressourceneinsatz inklusive einer vorhandenen Fachkompetenz zur erfolgreichen Projektrealisierung. Das Projekt sollte auf Partizipation und Dauer ausgelegt sein.

    Besonders innovativer Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Heraus-forderungen (10):
    Das Projekt wird auf den Grad seiner Übertragbarkeit bewertet und daraufhin überprüft, ob der Handlungsansatz bundesweit neu ist.

    Querschnittsziele (15):
    Ziele sind Gleichstellung von Frauen und Männern, Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit, „Gute Arbeit“

    Gesamtbewertung der regionalfachlichen Komponente (30):
    Das Projekt wird von dem zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung hinsichtlich seiner regionalen Bedeutsamkeit bewertet.

    Bewertungsrelevante Unterkriterien finden Sie auf dem Formular „Projektbeschreibung/ Langfassung“. Ein Projekt kann gefördert werden, wenn es mit Punkten aus den beiden Qualitätskriterien 1 und 2 eine Mindestpunkzahl von 25 Punkten erreicht. Insgesamt ist eine Mindestanzahl von 50 Punkten erforderlich.

Schritt für Schritt zur Förderung

A) Stellen für soziale Innovation

Den Antrag auf Förderung für die Stelle für Soziale Innovation können Sie unter Verwendung der nachfolgend genannten Vordrucke und Unterlagen direkt bei der NBank stellen.

Wie erfolgt die Antragstellung?
Wir führen Sie durch die einzelnen Schritte der Antragstellung. Eine Liste aller Vordrucke und Dokumente zum Download finden Sie auf unserer Internetseite unter Formulare & Downloads.

B) Sozial innovative Projekte

Die Interessenbekundung und den Antrag auf Förderung für die sozial innovativen Projekte können Sie unter Verwendung der nachfolgend genannten Vordrucke und Unterlagen direkt bei der NBank einreichen.

Bitte nehmen Sie sich Zeit und füllen den Antrag zum Förderprogramm Soziale Innovation A) Stellen für Soziale Innovation sorgfältig aus. Zum Antrag gehören folgende Dokumente:

  • Antragsformular einschließlich Finanzierungsplan
  • Tätigkeitsdarstellungen für Projektpersonal
  • Ausführliche Projektbeschreibung nach Maßgabe der Förderrichtlinie „Soziale Innovation mit Ausführungen zu den Qualitätskriterien“

  • Erläuterungen zur Kalkulation und zu den einzelnen Ausgabenansätzen des Finanzierungsplans
  • Kofinanzierungsbestätigung aller Zuwendungsgeber
  • Anlagen zur Projektbeschreibung
  • Qualifikationsnachweise des eingesetzten Personals

Die NBank behält sich vor, von Ihnen ergänzende Unterlagen anzufordern, sofern dies für die Bearbeitung notwendig ist.

Erhalten Sie nach Abschluss des Interessenbekundungsverfahrens die Aufforderung, einen Vollantrag abzugeben, müssen Sie sich zunächst erstmalig in unserem Kundenportal registrieren. Die Registrierung ist nur einmalig erforderlich und ermöglicht Ihnen auch zukünftige Rückmeldungen, Antragstellungen und Abrechnungen. Anschließend loggen Sie sich ein und beginnen mit der Antragstellung. Bitte nehmen Sie sich Zeit und füllen den Antrag zum Förderprogramm Soziale Innovation B) sozial innovative Projekte sorgfältig aus.

Für die Antragstellung benötigen wir zusätzlich folgende Dokumente:

  • Projektbeschreibung nach Maßgabe der Förderrichtlinie „Soziale Innovation mit Ausführungen zu den Qualitätskriterien“
  • Erläuterungen zur Kalkulation und zu den einzelnen Ausgabenansätzen des Finanzierungsplans
  • Tätigkeitsdarstellungen für Projektpersonal
  • Kofinanzierungsbestätigung aller Zuwendungsgeber
  • Qualifikationsnachweise des eingesetzten Personals
  • Die NBank behält sich vor, von Ihnen ergänzende Unterlagen anzufordern, sofern dies für die Bearbeitung notwendig ist.

Wenn Sie eine persönliche Beratung und Hilfestellung bei der Antragstellung für die Stellen der Sozialen Innovation oder der soziale innovativen Projekte wünschen, nehmen wir uns gerne Zeit für Sie. Rufen Sie uns an oder vereinbaren Sie einen Termin.

Ihre AnsprechpartnerInnen für die Beratung ist
Rene Fateiger
Tel. 0511 30031-251
rene.fateiger@nbank.de

Simone Foedrowitz
Tel.: 0511 30031-695
simone.foedrowitz@nbank.de

Ihre Ansprechpartnerin für das Fördermanagement ist
Silke Bischoff
Tel.: 0511 30031-606
silke.bischoff@nbank.de

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