Niedersachsen-Kredit Energieeffizienz Produktion

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Als kleines und mittleres Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft oder Freiberufler in Niedersachsen können Sie mit dem Niedersachsen-Kredit Energieeffizienz Produktion (NEP) Energieeffizienzmaßnahmen im Bereich von Produktionsanlagen/-prozessen finanzieren. Die Kredite werden zu günstigen, risikogerechten Zinssätzen vergeben.

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Wer wird gefördert?

  • KMU gemäß EU-Definition (unter 250 Mitarbeiter, Jahresumsatz höchstens 50 Mio. Euro oder Bilanzsumme maximal 43 Mio. Euro) im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (produzierendes Gewerbe, Handwerk, Handel und sonstiges Dienstleistungsgewerbe) sowie Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte, die sich zu 50 % oder mehr in Privatbesitz befinden. Einzelheiten zur KMU-Definition sowie zu verbundenen Unternehmen bzw. Partnerunternehmen finden Sie auf der Internetseite der NBank unter Formulare & Downloads (Merkblatt „KMU-Prüfschema und Berechnung“)
  • Angehörige der Freien Berufe
  • Unternehmen, die im Rahmen einer Contracting-Vereinbarung (Energie-) Dienstleistungen für einen Dritten erbringen

Was wird gefördert?

Investitionsmaßnahmen

Investitionsmaßnahmen zur Energieeinsparung: Maßnahmen, die eine Energieeinsparung von mindestens 10 % (Einstiegsstandard) bzw. 30 % (Premiumstandard) erzielen, z. B. in den Bereichen

... Maschinen/Anlagen/Prozesstechnik

... elektrische Antriebe/Pumpen

... Druckluft/Vakuum/Absaugtechnik

... Prozesskälte und Prozesswärme

... Wärmerückgewinnung/Abwärmenutzung (für Produktionsprozesse)

... Mess-, Regel- und Steuerungstechnik

... Informations- und Kommunikationstechnik

... Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (beihilferechtliche Gründe schließen die Förderung von KWK-Anlagen aus, die eine Förderung nach dem EEG erhalten)

Modernisierungsinvestitionen: Müssen zu einer spezifischen Endenergieeinsparung von mindestens 10 % (Einstiegsstandard) bzw. 30 % (Pre-miumstandard) führen, gemessen am Durchschnittsverbrauch der letzten 3 Jahre

Neuinvestitionen: Müssen eine spezifische Endenergieeinsparung von mindestens 10 % (Einstiegsstandard) bzw. 30 % (Premiumstandard) gegenüber dem Branchendurchschnitt erwirken.

Errechnung der Einsparung: Wird bei Antragstellung durch das Unternehmen oder einen Energieberater ermittelt. Die Berechnung kann beispielsweise über Herstellernachweise und Produktdatenblätter erfolgen. Die Einsparung ist in der „Bestätigung zum Kreditantrag“ (KfW-Formularnummer 600 000 3417) zu quantifizieren und zu bestätigen.

Planungs- und Umsetzungsbegleitung

Aufwendungen für die Planungs- und Umsetzungsbegleitung sowie für Energiemanagementsysteme: Können in Verbindung mit einer förderungswürdigen betrieblichen Energieeinsparinvestition gefördert werden

Errichtungsinvestitionen, Erweiterungsinvestitionen und Investitionen zur Diversifizierung der Produktion: Sind förderfähig, wenn die Maßnahmen zuvor nicht hergestellten Produkten sowie der grundlegenden Änderung des gesamten Produktionsprozesses gelten. Das gilt auch für Dienstleistungsabläufe

Wie wird gefördert?

Bedingungen

Umfang der Finanzierung:

  • Finanzierungsanteil: bis zu 100 % der förderfähigen Kosten
  • Kreditbetrag: 20.000 Euro bis 5.000.000 Euro je Vorhaben

Kreditlaufzeiten:

Die möglichen Kreditlaufzeiten betragen

  • 5 oder 10 Jahre mit 1 Tilgungsfreijahr
  • 20 Jahre mit 2 Tilgungsfreijahren für Investitionsvorhaben
  • Die Investitionsgüter müssen im Anlagevermögen aktivierungsfähig und entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzung finanziert sein.

Zinsen:

  • Der Programmzinssatz orientiert sich an der Entwicklung des Kapitalmarktes und der Bonität des Kreditnehmers.
  • Die Kredite werden mit Mitteln der KfW Bankengruppe refinanziert. Die NBank verbilligt dabei das ohnehin schon günstige KfW-Programm „KfW-Energieeffizienzprogramm – Produktionsanlagen/-prozesse“ durch eine Zinssubvention des Landes Niedersachsen.
  • Der Kredit wird mit einem kundenindividuellen Zinssatz zugesagt, der im Rahmen des am Tag der Zusage geltenden Maximalzinssatzes der jeweiligen Preisklasse festgesetzt wird.
  • Bei Krediten mit bis zu 10 Jahren Laufzeit ist der Zinssatz fest für die gesamte Kreditlaufzeit. Bei Krediten mit 20 Jahren Laufzeit macht die NBank der Hausbank nach Ablauf der Zinsbindungsfrist (10 Jahre) ein Prolongationsangebot ohne Verbilligung aus KfW- und Landesmitteln.
  • Die Zinsen sind vierteljährlich nachträglich fällig.
  • Der kundenindividuelle Zinssatz richtet sich nach den wirtschaftlichen Verhältnissen des Kreditnehmers (Bonität) und dem Wert der für den Kredit gestellten Sicherheiten. Er wird von der Hausbank festgesetzt. Aus der Zuordnung zu einer von der NBank vorgegebenen Bonitäts- und Besicherungsklasse ergibt sich eine Preisklasse für den Kredit. Jede Preisklasse deckt eine Bandbreite ab, die durch einen Maximalzinssatz begrenzt wird. Dieser Satz begrenzt auch den kundenindividuellen Höchstzinssatz

Auszahlung

  • Die Auszahlung in allen Programmteilen erfolgt zu 100 %.
  • Die Bereitstellungsprovision beträgt 0,25 % pro Monat, beginnend zwölf Monate und zwei Bankarbeitstage nach Zusagedatum für noch nicht ausgezahlte Kreditbeträge. Die Bereitstellungsprovision ist zu den jeweiligen Zinsterminen fällig.
  • Die Kredite können in einer Summe oder in Teilbeträgen abgerufen werden. Teilabrufe müssen über mindestens 5.000 Euro erfolgen. Ausgenommen davon ist die Schlussrate. Die Abruffrist beträgt zwölf Monate ab Zusage.

Tilgung:

  • Während der Tilgungsfreijahre sind lediglich Zinsen auf die ausgezahlten Kreditbeträge zu leisten.
  • Nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre erfolgt die Tilgung in gleich hohen vierteljährlichen Raten.
  • Eine vorzeitige ganze oder teilweise außerplanmäßige Tilgung in Höhe von mindestens 5.000 Euro ist während der ersten Zinsbindungsphase unter Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich.

Sicherheiten:

Eine bankübliche Besicherung wird in Form und Umfang zwischen dem Kreditnehmer und seiner Hausbank vereinbart.

Beantragung einer NBB Bürgschaft:

Bei Gewährung eines NEP kann über die Hausbank eine Bürgschaft der Niedersächsischen Bürgschaftsbank (NBB) GmbH entsprechend der besonderen Richtlinien und Bedingungen für diese Geschäftsart der NBB beantragt werden.

  • Der Verbürgungsgrad beträgt bis zu 70 %, maximal 1.250.000 Euro.
  • Ausgenommen sind Kredite für Investitionen, die unter das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fallen.
  • Bei Gewährung einer Bürgschaft erhöht sich der kundenindividuelle Zinssatz um nominal 1,7 %-Punkte. Die Bürgschaft ist in die Bewertung der Sicherheiten einzubeziehen und verbessert die Preisklasse.

Voraussetzungen

Kombination mit anderen Förderprogrammen:

  • Die Kombination mit anderen Fördermitteln (Kredite oder Zuschüsse) ist grundsätzlich im Rahmen der jeweils relevanten EU-Beihilfegrenzen möglich, sofern die Förderung die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt.
  • Kumulierung mit Fördermitteln anderer Programme ist möglich, wenn sie unterschiedliche, jeweils bestimmbare förderfähige Kosten betreffen. Eine Kumulierung für dieselben förderfähigen Kosten ist nur zulässig, wenn die maximale Beihilfeintensität durch die Kumulierung nicht überschritten wird.

  • Die Beantragung/Bewilligung von im Antrag nicht genannten öffentlichen Finanzierungshilfen, muss der NBank unverzüglich angezeigt werden.
  • Am 23.07.2014 hat die EU-Kommission die Genehmigungsentscheidung für das EEG 2014 erlassen. Die Genehmigung beinhaltet in Randziffer 142 die Auflage, dass Förderungen, die auf Grundlage des EEG 2014 an Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Quellen gezahlt werden, nicht mit anderen Beihilfen für gleiche förderfähige Kosten kumuliert werden können. Daher ist die gleichzeitige Inanspruchnahme des NEP und einer Förderung nach dem EEG 2014 für dieselben förderfähigen Kosten nicht möglich.
  • Im Rahmen des Vorhabens können für Investitionskosten, die nicht bereits über den NEP finanziert sind, zusätzliche Mittel über das „KfW-Energieeffizienzprogramm – Produktionsanlagen/-prozesse“ beantragt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Summe der Kredite die in den Programmen geltenden Förderhöchstgrenzen nicht übersteigt. Ausgeschlossen sind die Umschuldung bzw. Nachfinanzierung bereits abgeschlossener Vorhaben sowie Prolongationen.

Nachweis der Mittelverwendung bei der Hausbank

  • Der programmgemäße Einsatz der Mittel muss nach der Durchführung der Maßnahmen gegenüber der Hausbank nachgewiesen werden.
  • NBank und KfW behalten sich eine Überprüfung der Berechnung sowie eine Vor-Ort-Prüfung der geförderten Maßnahmen/Gebäude vor.

Ausgeschlossen von der Förderung sind:

  • landwirtschaftliche Unternehmen der Primärerzeugnisse, der Fischerei und der Aquakultur,
  • Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO),
  • Unternehmen des Steinkohlebergbaus,
  • Maßnahmen zum Erwerb von Fahrzeugen,
  • Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz – EEG 2014).

Konditionen

Die jeweils geltenden Maximalzinssätze (Nominal- und Effektivzinssätze gem. PAngV) für alle Preisklassen und Programmvarianten sind der Konditionenübersicht für den Niedersachsen-Kredit Energieeffizienz Produktion über den nachfolgenden Link zu entnehmen. Einzelheiten zur Ermittlung des kundenindividuellen Zinssatzes und Erläuterungen zur Antragstellung sind ebenfalls dort und im Downloadbereich abrufbar.

Zinskonditionen

Schritt für Schritt zur Förderung

Kredite werden nicht direkt von der NBank an Kreditnehmer gewährt, sondern ausschließlich über Kreditinstitute, die für die von ihnen durchgeleiteten Kredite die Haftung übernehmen. Den Antrag müssen Sie daher bei einem solchen Kreditinstitut stellen. Die Auswahl des Instituts steht Ihnen dabei frei.

Die Antragsformulare liegen den Kreditinstituten vor. Alternativ finden Sie alle Vordrucke und Dokumente zum Download auf unserer Internetseite unter Formulare & Downloads.

  • Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens vollständig bei der Hausbank gestellt werden.
  • Der Antrag muss spätestens drei Monate nach Beginn des Vorhabens bei der NBank vorliegen.
  • Die günstigen Zinssätze des NEP stellen Beihilfen dar, die von der NBank unter der Voraussetzung der Artikel 1 bis 12 und 17 der Verordnung (EG) Nummer 651/2014 der Kommission vom 17.06.2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union L 187/1 vom 26.06.2014 (Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung AGVO) vergeben werden.
  • Für die Investitionsbeihilfen dürfen danach folgende Beihilfeintensitäten nicht überschritten werden:
    ... 20 % bei kleinen Unternehmen
    ... 10 % bei mittleren Unternehmen
  • Sollten mehrere Beihilfen nach unterschiedlichen Beihilfegruppen im Sinne der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung gewährt werden, gilt die maximale Beihilfeintensität derjenigen Gruppe mit der höchsten maximalen Beihilfeintensität. Die maximal zulässige Beihilfeobergrenze beträgt 7,5 Mio. Euro pro Unternehmen und Investitionsvorhaben.

  • Bestätigung zum Kreditantrag
  • Statistisches Beiblatt „Investitionen allgemein“

Die NBank behält sich vor, ergänzende Unterlagen anzufordern, sofern dies für die Bearbeitung notwendig ist.

  • Vorhabensbeschreibung/Businessplan/Unternehmenskonzept ggf. unter Beifügung von Firmenbroschüren
  • Unterzeichnete Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre einschl. für verbundene Unternehmen (z.B. Besitzgesellschaft)
  • Aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung einschl. Summen- und Saldenliste
  • Derzeitiger Auftragsbestand
  • Ertragsvorschau für mindestens zwei Jahre inklusive Erläuterungen
  • Anlage Rating
  • Gesellschaftsvertrag
  • Miet-/Pachtverträge (ggf. Entwurf)
  • Kostenvoranschläge für wesentliche Investitionen
  • bersicht über bestehende und neu zu gewährende Kredite einschließlich Angaben zu Zins, Tilgung und Besicherung
  • Selbstauskunft des Kreditnehmers / Gesellschafters
  • Steuerbescheid/Steuererklärung
  • Lebenslauf mit detailliertem beruflichem Werdegang des Kreditnehmers bzw. Gesellschafters
  • Grundbuchauszug (bei vorhandenem Grundbesitz)
  • Kopie der Identifikationsunterlagen gemäß Geldwäschegesetz (GWG).

Downloads

Programminformation (2)

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Formulare (14)

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Arbeitshilfen & Merkblätter (2)

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Rechtliche Grundlagen (3)

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