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10.02.2010 | NBank-Tochter sucht nach weiteren lohnenden Investments

Im 1. Jahr bereits 12 Beteiligungen mit einem Volumen von 6 Millionen Euro

Einen fulminanten Start hat die NBank-Tochter Niedersächsische Kapitalbeteiligungsgesellschaft (NKB) hingelegt. In den ersten acht Monaten ihres Bestehens hat sie niedersachsenweit 12 Beteiligungen mit einem Gesamtvolumen von 6,3 Millionen Euro bewilligt. „Mit unserem Fonds NBeteiligung haben wir Unternehmen Liquidität für ihr weiteres Wachstum verschafft und ihre Investitionsbereitschaft auch in der Krise erhalten“, freut sich Dr. Sabine Johannsen, Mitglied des NBank-Vorstandes und Geschäftsführerin der NKB. Im Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirkes Lüneburg, dem sogenannten Konvergenzgebiet, hat sich die NKB an drei Unternehmen beteiligt.

Aus NBeteiligung erhalten kleine und mittlere Unternehmen stille Beteiligungen zwischen
250.000 und maximal 2,5 Millionen Euro für ihre Investitionen in Märkte, Produkte oder in ihre Produktpalette. Die Laufzeit der Beteiligungen beträgt zwischen 7 und 10 Jahren, im
Einzelfall sogar bis zu 12 Jahren. Die Zinssätze orientieren sich an den marktüblichen
Entwicklungen. Sie berücksichtigen individuell die Bonität der Unternehmen. Finanziert
wird NBeteiligung sowohl mit Mitteln der NBank vom Kapitalmarkt als auch mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Hinter NBeteiligung verbirgt sich jeweils ein Fonds für den ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg, dem sogenannten Konvergenzgebiet, und einer für das übrige Niedersachsen. „Unsere Investments verfolgen keinen Branchenfokus. Wir investieren, wo ein Businessplan mit nachvollziehbaren Produktions-, Rentabilitäts- und Absatzplanungen ein nachhaltiges Wachstum erwarten lässt“, erläutert Johannsen. So ist es auch bei den drei Unternehmen gewesen, an denen sich die NKB im Jahr 2009 im Konvergenzgebiet beteiligt hat:

· der Motortech GmbH in Celle. Die Motortech GmbH positioniert sich als Systemlieferant
für Zündungskomponenten und – systeme für stationäre Gasmotoren. Mit der
Beteiligung finanziert das Unternehmen die Entwicklung und den Aufbau einer
Produktion eigener Zündspulen. Dazu errichtet sie ein Warenlager für dieses zentrale
Element von Zündsystemen und stärkt den Vertrieb. Technisch versetzt die Investition
Motortech in die Lage, alle gängigen Varianten dieser zentralen Elemente von Zündsystemen hochwertig, aber günstig optimieren oder neuentwickeln zu können. Auch macht sich das Unternehmen von Lieferanten unabhängiger.

· der Biomedical Implants GmbH. Das Unternehmen aus Hanstedt im Landkreis Harburg
vertreibt Karbon-Pins zur Behandlung von Kniegelenksarthrose sowie die dazugehörigen
Instrumente. Die Pins aktivieren Stammzellen, die an der Oberfläche des
Kniegelenkes zur gelenkerhaltenden Knorpelneubildung führen. Das Implantat stellt
eine kostengünstigere Alternative zum künstlichen Kniegelenk dar. Mit der Beteiligung
baut Biomedical Implants seinen Vertrieb durch gezielte Ansprache von anerkannten
Orthopädie-Kapazitäten auf Messen oder über Seminare/Workshops aus. Einen
weiteren Anteil investiert das Produktions- und Handelsunternehmen in die
Dokumentation und in Langzeitstudien sowie in die erweiterte Zertifizierung, um die
Behandlung auf weitere Gelenke aber auch auf Bereiche der Tiermedizin auszudehnen.
Ferner stoßen diese Implantate im weltweiten Ausland auf höchstes
Interesse, so dass der bereits angelaufene Export in Länder wie Polen, Osteuropa,
Südeuropa und Mittlerer Osten sowie Indien, China und Brasilien ausgebaut werden
soll.

· der OH! Datenservice GmbH. Die OH!D entwickelt und produziert Sondereditionen für
Medien- und Softwareprodukte. Über die Standardverpackungen hinaus entwickelt
und produziert das Unternehmen aus Schwarmstedt insbesondere sogenannte
Collector’s Editionen. Diese Premiumverpackungen für Videospiele, Filme, Musik und
den Weiterbildungsbereich zeichnen sich durch besondere Verpackungsformen- und
oberflächen sowie individuelles Bonus-Material aus. Die Beteiligung investiert OH!D in
den Ausbau dieser Aktivitäten.

Allein 40 Millionen Euro von NBeteiligung sind für das Konvergenzgebiet vorgesehen. Die drei Unternehmen sind für die NKB erst ein Anfang. Intensiv wird sie im ersten Quartal 2010 auf zahlreichen Veranstaltungen gemeinsam mit Wirtschaftsförderern und Hausbanken vor Ort für NBeteiligung werben. „Gerade Unternehmen, für die die Kreditvergabe teurer oder zurückhaltender zu werden droht, können mit Beteiligungskapital Liquiditätsengpässe überbrücken“, ist Johannsen überzeugt und hebt hervor: „NBeteiligung ist eine überlegenswerte Alternative oder Ergänzung zum Kredit als klassisches Instrument der Mittelstandsfinanzierung. Mit ihr verstärken kleine und mittlere Unternehmen ihre Kapitalbasis für weiteres Wachstum.“

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