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03.01.2010 | NBank-Tochter sucht nach weiteren lohnenden Investments

Im 1. Jahr bereits 12 Beteiligungen mit einem Volumen von 6 Millionen Euro

Einen fulminanten Start hat die NBank-Tochter Niedersächsische Kapitalbeteiligungsgesellschaft (NKB) hingelegt. In den ersten acht Monaten ihres Bestehens hat sie niedersachsenweit 12 Beteiligungen mit einem Gesamtvolumen von 6,3 Millionen Euro bewilligt. Die Hälfte der Unternehmen stammt aus dem Verbreitungsgebiet der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. „Mit unserem Fonds NBeteiligung haben wir Unternehmen Liquidität für ihr weiteres Wachstum verschafft und ihre Investitionsbereitschaft auch in der Krise erhalten“, freut sich Dr. Sabine Johannsen, Mitglied des NBank-Vorstandes und Geschäftsführerin der NKB.

Aus NBeteiligung erhalten kleine und mittlere Unternehmen stille Beteiligungen zwischen
250.000 und maximal 2,5 Millionen Euro für ihre Investitionen in Märkte, Produkte oder in ihre Produktpalette. Die Laufzeit der Beteiligungen beträgt zwischen 7 und 10 Jahren, im
Einzelfall sogar bis zu 12 Jahren. Die Zinssätze orientieren sich an den marktüblichen
Entwicklungen. Sie berücksichtigen individuell die Bonität der Unternehmen. Finanziert
wird NBeteiligung sowohl mit Mitteln der NBank als auch mit Mitteln des Europäischen
Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Hinter NBeteiligung verbirgt sich jeweils ein
Fonds für den ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg, dem sogenannten Konvergenzgebiet, und einer für das übrige Niedersachsen. „Unsere Investments verfolgen keinen Branchenfokus. Wir investieren, wo ein Businessplan mit nachvollziehbaren Produktions-, Rentabilitäts- und Absatzplanungen ein nachhaltiges Wachstum erwarten lässt“, erläutert Johannsen. So ist es auch bei den sechs Unternehmen gewesen, an denen sich die NKB im Jahr 2009 im Verbreitungsgebiet der HAZ beteiligt hat:

· Direkt aus Hannover kommt die alfasolar Vertriebsgesellschaft mbH. Alfasolar hat sich
einen Namen als europaweiter Hersteller und Großhändler von Solarmodulen für gewerbliche Kunden gemacht. Auch ist das Unternehmen als Systemhaus für die Planung,
Projektion und Lieferung sowohl von Solar-Anlagen als auch einzelnen Komponenten
erfolgreich am wachsenden Photovoltaik-Markt tätig. Der Kundenstamm ist
breit gefächert, der Vertrieb unterliegt einem ständigen Ausbau. Mit einem Teil der Beteiligung erhöht alfasolar sein Warenlager, um die Lieferfähigkeit sicherzustellen. Mit einem anderen Teil investiert sie in eine neue Betriebssteuersoftware für die Produktionsanlage für Solarmodule.

· Eine Ära schmerzfreier Akupunktur hat die Weber Medical GmbH in Lauenförde bei
Holzminden eingeleitet, denn statt einer Nadel tritt ein fokussierter Laserstrahl mit
exakter Energie in den Körper des Patienten ein. Die heilende Wirkung bleibt dieselbe.
Weber Medical entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Technologieprodukte für
diese Form der Akupunktur. Die Beteiligung nutzt es, um den Vertrieb weiter auszubauen
und die Lagerbstände zu erhöhen, da insbesondere die steigende Nachfrage
auf dem US-Markt eine zunehmend kurzfristige Lieferfähigkeit erfordert.

· Kappa opto-electronics in Gleichen bei Göttingen entwickelt, produziert und vertreibt
Industriekameras sowie Komplettsysteme der Bildverarbeitung. Die Kappa optoelectronics GmbH wird mit der Beteiligung Anfangsaufwendungen für nachhaltige
Serien finanzieren. Der Nischenanbieter wird sich dauerhaft auf diese kundenspezifischen
Serien konzentrieren. Dabei handelt es sich um Aufträge mit überwiegend
langfristigen Lieferverpflichtungen in Nischenmärkten wie der Luftfahrtindustrie, die
von Standardanbietern nicht bedient werden. Mit der Beteiligung weitet Kappa seine
Betriebsmittel aus

· Das Hauptprodukt der BIOCARE GmbH ist eine Schlupfwespe im biologischen
Pflanzenschutz. Die Wespe bekämpft einen wichtigen Schädling im Maisanbau, indem
sie deren Eier abtötet und dadurch die Vermehrung verhindert. Auf Grund des
Auftretens des Schädlings im Frühsommer werden 90% des Umsatzes in drei
Monaten realisiert. Das Einbecker Unternehmen beabsichtigt mit der Beteiligung der
NKB in die Entwicklung weiterer Nützlinge zu investieren, um eine ganzjährige Auslastung
zu erreichen. Mit den neuen Nützlingen will sich BIOCARE neue Märkte im
Gartenbau erschließen. Der Vertrieb wird intensiviert und die Liefersicherheit durch
einen entsprechenden Vorratsaufbau gesichert.

· Der x-peer.de GmbH dient die Beteiligung als mittelfristiger Finanzierungsbaustein,
um die im Vergleich zur Vergangenheit größeren Auftragsvolumina zu finanzieren. xpeer.
de hat sich als Händler und Entwickler insbesondere von mobilen Fernsehern,
Monitoren und Flachbildschirmen einen Namen gemacht. Das Unternehmen aus
Vechelde möchte künftig Kunden von seinem Wissen über den asiatischen Markt
profitieren lassen, indem es dort interessante Produkte ausfindig macht, sie auf Serienreife
testet, produziert sowie die Serienanfertigung überwacht.

· Die Motortech GmbH positioniert sich als Systemlieferant für Zündungskomponenten
und – systeme für stationäre Gasmotoren. Mit der Beteiligung finanziert das Unternehmen
die Entwicklung und den Aufbau einer Produktion eigener Zündspulen. Dazu
errichtet sie ein Warenlager für dieses zentrale Element von Zündsystemen und stärkt
den Vertrieb Technisch versetzt die Investition MOTORTECH in die Lage, alle
Varianten dieser zentralen Elemente von hochwertigen Zündsystemen zu entwickeln
und Produktionsprozesse zu definieren. Auch macht sich das Unternehmen von
Lieferanten unabhängiger.

Diese sechs Unternehmen sind für die NKB erst ein Anfang. Intensiv wird sie in den
nächsten Monaten auf zahlreichen Veranstaltungen gemeinsam mit Wirtschaftsförderern
und Hausbanken vor Ort für NBeteiligung werben. „Gerade in der Krise, wenn die Kreditvergabe teurer oder zurückhaltender zu werden droht, lassen sich mit Beteiligungskapital Liquiditätsengpässe überbrücken“, ist Johannsen überzeugt und hebt hervor: „NBeteiligung ist eine überlegenswerte Alternative zum Kredit als klassisches Instrument der Mittelstandsfinanzierung. Mit ihr verstärken kleine und mittlere Unternehmen ihre Kapitalbasis für weiteres Wachstum.“ Über Wachstumsfinanzierungen hinaus sind für die NKB laut Johannsen außerdem Beteiligungen an vielversprechenden Gründungen oder an jungen Unternehmen denkbar.

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Stand: 01.09.2010

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