Landesbürgschaft WEG löst Modernisierungsstau bei Wohneigentümergemeinschaften: Bis zu 34.000 Euro Zinsersparnis sind möglich

Hannover, 6. März 2017 - In den Wohneinheiten der Niedersächsischen Wohneigentümergemeinschaften (WEG) herrscht seit Jahren Renovierungsstau. Vielfach reicht die Instandhaltungsrücklage nicht aus, um umfangreiche Renovierungsmaßnahmen für die energetische Sanierung oder den altersgerechten Umbau durchzuführen. Zudem hatten die WEG bisher wenig Chancen, von ihren Banken das notwendige Darlehen zu erhalten. Das Ausfallrisiko der Darlehen wird oft als zu hoch bewertet und mit höheren Zinssätzen aufgefangen.

Die Landesbürgschaft WEG nimmt das Risiko im Wesentlichen ab. Die Ausfallbürgschaft für Kreditrisiken wird von der NBank, der Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen, in Höhe bis zu 80 Prozent des Darlehensbetrages von maximal 25.000 Euro je Wohneinheit übernommen. Durch die Bürgschaft werden zur Finanzierung notwendiger Modernisierungsinvestitionen Erstrangkonditionen erzielt. Damit ergibt sich über 20 Jahre eine Ersparnis von fast 34.000 Euro für Wohneigentümergemeinschaften.

„Die Übernahme des Ausfallrisikos versetzt die Hausbank der WEG in die Lage, das Darlehen zu einem marktüblichen Zinssatz zu vergeben. Lange notwendige Modernisierungen können realisiert werden“, sagt Michael Kiesewetter, Vorstandsvorsitzender der NBank. Die Beispielsberechnung (siehe Anhang) zeigt, dass durch die Nutzung der Landesbürgschaft WEG die Belastungen für Wohneigentümergemeinschaften tragbar sind.

Der Investitionsbedarf für die WEG liegt nach einer Auswertung der NBank in der Regel bei unter 20.000 Euro je Wohneinheit. Damit ist eine Finanzierung mithilfe der Landesbürgschaft WEG ausreichend abgesichert, um notwendige Modernisierungsmaßnahmen zu begleiten. Einer dinglichen Absicherung im Grundbuch bedarf es nicht. Ein weiterer Vorteil liegt in der Chance, die einzelnen Investitionsmaßnahmen direkt aufeinander abzustimmen. In eine energiesparende Heizung wird dann zum Beispiel mit einer parallel ablaufenden Fassadendämmung investiert. Der Effekt ist bei dieser Art von Sanierung größer und unmittelbarer, als wenn die Investitionen nur nacheinander erfolgen könnten.

Beantragt wird die Landesbürgschaft WEG direkt bei der NBank vom Verwalter der Wohneigentümergemeinschaft gemeinsam mit der finanzierenden Hausbank. Das zu verbürgende Darlehen muss mindestens 5.000 Euro betragen. Der Antrag wird spätestens vor Abschluss der Modernisierung gestellt. „Wohneigentümergemeinschaften sollten die Möglichkeiten der Landesbürgschaft WEG umgehend nutzen“, empfiehlt Kiesewetter, denn: „Parallel zum sinkenden Energieverbrauch steigen Qualität und Wert der Wohnung.“


Landesbürgschaft WEG Beispielrechnung

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