• Wohnbaulandumfrage

Wohnbaulandumfrage zeigt mehr Neuausweisungen

Zwei Drittel der Kommunen schufen 2014/15 neues Bauland – allerdings nur in geringem Maß für Geschosswohnungen

Die aktuelle NBank-Umfrage zu Neuausweisungen und Reserven haben 399 der 409 niedersächsischen Städte und Gemeinden beantwortet. Damit zeigt die Wohnbaulandumfrage die unterschiedlichen Flächenpolitiken der Kommunen auf und gibt Hinweise und Denkanstöße für eine zukunftsfeste kommunale Entwicklung.

In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für die kommunale Baulandpolitik stark verändert. Wie in ganz Deutschland führte auch in Niedersachsen die internationale Zuwanderung zu einer kontinuierlich steigenden Nachfrage nach Wohnraum. Dadurch hat sich der Bedarf an Wohnraum weiter vergrößert. Von dieser Entwicklung betroffen sind vor allem die Ballungsräume. Zahlreiche Städte sehen sich mit einem gravierenden Wohnungsmangel konfrontiert. Gleichzeitig darf die aktuelle Wohnungsmarktsituation nicht isoliert betrachtet werden. Im Hinblick auf die längerfristige demografischen Entwicklung und die ökologischen Herausforderungen muss die kommunale Baulandpolitik weiterhin planerischen Leitbildern wie Konzentration auf Innenentwicklung und flächensparendes Bauen gerecht werden.

Die niedersächsischen Städte und Gemeinden haben auf die steigende Nachfrage nach Bauland mit einer Erhöhung ihrer neu geschaffenen Wohnbauflächen reagiert. In den Jahren 2014 und 2015 wurden in Niedersachsen fast 1.350 Hektar Wohnbauland für mehr als 24.100 Wohnungen geschaffen. Da zudem viele Kommunen über einen beträchtlichen Reserveflächen-Pool verfügen, stellt sich die Angebotssituation auf den Baulandmärkten in den meisten Regionen, quantitativ gesehen, weitgehend entspannt dar.

Allerdings gibt es in den Großstadtregionen von Hannover, Braunschweig und Hamburg zahlreiche Kommunen mit sehr geringen Baulandreserven. Insbesondere Flächen für neue Geschosswohnungen sind knapp. Landesweit wurden in diesem Segment gerade einmal 170 Hektar für 7.800 Wohnungen ausgewiesen – mit der Folge, dass der Bedarf vielerorts nicht gedeckt werden kann und Baulandpreise weiter steigen.

Andererseits sind in den strukturschwachen Regionen zahlreiche Kommunen hochgradig mit Bauland überversorgt. Durch ihre extensive Ausweisungspolitik sind sie in ihrer Gestaltungskraft für eine nachhaltige Stadt- und Ortsentwicklung erheblich eingeschränkt.

Hier finden Sie den ausführlichen Bericht.

Hier finden Sie weitere Informationen zur NBank Wohnungsmarktbeobachtung.

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