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Jugendwerkstätten und Pro-Aktiv-Centren diskutieren Zukunftsfragen auf erster gemeinsamer landesweiter Tagung

05.07.2018

Jugendberufshilfe 4.0 – unter diesem Motto tagten am 20.06.2018 die Jugendwerkstätten und die Pro-Aktiv-Centren erstmals gemeinsam im Pavillon Kulturzentrum in Hannover.

Nach den Grußworten von NBank-Vorstandsmitglied Hendrik Harms, Olga Koch, Leiterin des Teams Jugendberufshilfe und Dr. Hans-Joachim Heuer, Leiter der Abteilung Migration und Generationen des Niedersächsisches Sozialministeriums begann die Veranstaltung mit zwei Fachforen:

  • Julia Wohlfeld, Vertriebsleitung Marketing gab Einblicke in den Arbeitsmarkt 4.0. Gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutierte sie darüber, wie die Träger der Jugendberufshilfe von den aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt profitieren können.
  • Unter der Leitung von Kurt Brylla, Fortbildungsleiter und Leiter der Ambulanz des Winnicott Instituts Hannover erörterten die Träger die Frage, ob die Jugendlichen im Laufe der letzten Jahre „immer schwieriger“ geworden sind. Der Fokus des Austauschs lag auf psychischen Einschränkungen und Erkrankungen von jungen Menschen.

Entwicklung ab 2020

Nelly Djaber (Niedersächsisches Ministerium für Bundes- und Europaangelenheiten) gewährte Einblicke in die Entwicklungen bezüglich der Förderperiode ab 2020. Klar ist, dass im Zuge des BREXITs mit Kürzungen zu rechnen ist. Letztlich ist der Blick auf den Mai 2019, dem Zeitpunkt der Europawahlen, gerichtet. Erst danach sind konkrete Prognosen möglich, so Nelly Djaber.

Jugendberufshilfe kommt an

Eine Podiumsdiskussion bildete Abschluss und Höhepunkt der Veranstaltung. Unter der Moderation von Matthias Hohgräbe, Beratung im Team Jugendberufshilfe, stellten sich Birgit Maaß, Leiterin des zuständigen Fachreferats des Sozialministeriums, Petra Langelotz von der Region Hannover, Christian Bunzel der HWK Hannover und Josef Hilgefort der LAG JAW Fragen zur Zukunft der Jugendberufshilfe.

Mit 30 Jahren Jugendwerkstätten und 14 Jahren Pro-Aktiv-Centren haben die beiden Förderprogramme eine lange Tradition, sagte Birgit Maaß. Die Jugendberufshilfe habe in dieser Zeit vor allem eine Stärke bewiesen: Sie passe sich immer schnell neuen Herausforderungen an.

Die LAG JAW und die Freie Wohlfahrtspflege werden sich für eine positive Entwicklung für die Einrichtungen einsetzen, so Josef Hilgefort. Christian Bunzel stellte die bereits gut funktionierenden bestehenden Netzwerke heraus und warb in diesem Zusammenhang für eine Verstetigung. Petra Langelotz betonte den hohen Stellenwert der Projekte und stellte die Rolle der Kommunen dar.

Einig waren sich alle Beteiligten in einem Punkt: Die Projekte der Jugendberufshilfe haben große gesellschaftliche Relevanz und sollen unbedingt auch in der neuen Förderperiode weiterhin bestehen. Die Chancen diesbezüglich stehen sehr gut: Der politische Wille ist vorhanden und Frau Maaß signalisierte die Bereitschaft, die Trägerverbände und die kommunalen Spitzen in die Richtlinienentwicklung mit einzubeziehen.

Informationen zu den Förderprogrammen bieten wir Ihnen unter "Öffentliche Einrichtungen - Ausbildung und Qualifikation".

Bildnachweis: www.adobestock.com/Robert Kneschke

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