Was bieten Niedersachsen und die NBank, um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch Innovation zu steigern?

Was braucht ein Unternehmen, damit aus einer innovativen Idee ein Markterfolg wird? Passgenaue Förderprogramme über die NBank sind wichtige Bausteine. Folgender Überblick enthält wichtige Informationen für Sie.

Die niedersächsische Wirtschaft ist mittelständisch geprägt. Mehr als 90 Prozent der Unternehmen in Niedersachsen gehören dem Mittelstand an. Rund 1,7 Millionen und damit 72 Prozent der Beschäftigten arbeiten in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). KMU wie Handwerksunternehmen stehen also für Wachstum und Beschäftigung und stellen das Fundament der niedersächsischen Wirtschaft dar und sorgen damit in letzter Konsequenz für das Wohlergehen des Landes.

In einigen Feldern haben die niedersächsischen Unternehmen erkennbar Nachholbedarf. Beispielsweise liegt der Anteil der Firmen, die Neuheiten auf den Markt bringen, unter dem Bundesdurchschnitt. Dies steht im engen Zusammenhang mit einem relativ geringeren Anteil an forschenden KMU und einem vergleichsweise geringen Anteil an Forschungs- und Entwicklungsspezialisten in kleinen und mittleren Unternehmen.

Insofern ist es von der niedersächsischen Landesregierung konsequent, die Innovationsentwicklung von KMU als zentrales politisches Ziel zu verankern. Ein möglichst umfassender Technologietransfer durch die Zusammenarbeit und Kooperation von KMU mit anderen Unternehmen und mit Forschungseinrichtungen soll es ermöglichen, Kostenvorteile in Verfahren und Prozessen zu generieren; qualitativ hochwertige und marktfähige Produkte herzustellen; das Preis- Leistungsverhältnis in der Waage zu halten und sich verändernden Markt- und Kundenbedürfnissen anzupassen.

Dabei steht konsequenterweise jede Region Niedersachsens mit ihren besonderen technischen und unternehmerischen Stärken im Fokus der Überlegungen. Es soll nicht alles über einen Kamm geschoren werden.

Spezialisierungsfelder sind dabei:

  • Mobilitätswirtschaft
  • Gesundheits- und Sozialwirtschaft
  • Energiewirtschaft
  • Land- und Ernährungswirtschaft
  • Digitale- und Kreativwirtschaft
  • Neue Materialien und Produktionstechnik
  • Maritime Wirtschaft

Was wird gefördert?

Die beschriebene Vielfältigkeit und Unterschiedlichkeit des niedersächsischen Mittelstandes lässt es dabei nicht zu, lediglich ein Förderinstrument einzusetzen, um den gewünschten umfassenden Technologietransfer zu gewährleisten. So haben sehr kleine Unternehmen beispielsweise weder Personal noch Finanzkraft, in Forschung und Entwicklung zu investieren. Darüber hinaus ist ihnen in der überwiegenden Zahl der Fälle nicht damit geholfen, ihr gesamtes Produktportfolio zu verändern. Kleine Innovationen helfen hier durchaus weiter. Insofern sortiert sich die Förderung nach der Innovationsfähigkeit der Unternehmen.

Bei der Innovationsförderung stützt sich das Land Niedersachsen nicht alleine auf Mittel, die im Rahmen der Strukturfonds abrufbar sind und eingesetzt werden können. So umfasst das ganze Fördergerüst darüber hinaus Bundes- (ZIM, KMU innovativ) und weitere EU-Programme (Horizont 2020), um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, Innovation als entscheidende Triebfeder für alle Bereiche der niedersächsischen Wirtschaft zu etablieren.

Um die Innovationsleistung von Unternehmen in Niedersachsen zu unterstützen, steht also ein vielfältiger Förderinstrumentenkasten zur Verfügung. Einen Überblick, in welchen Bereichen dieser zum Einsatz gebracht werden kann, ergibt sich aus den folgenden Überlegungen.

NBank Förderprogramme von A-Z
Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)
Nationale Kontaktstelle zum EU-Programm Horizont 2020

Wie binden Sie externe Fachkompetenz ein?

Der Innovationserfolg lässt sich bemessen und fast auf die Aussage reduzieren: der Markt hat immer recht. Absatzwachstum, Kosteneffizienz, Steigerung des Unternehmensgewinns sind dabei die maßgeblichen Stichworte.

Allerdings gründen sich diese harten Erfolgsparameter auf einen sogenannten weichen Faktor. Der Unternehmenserfolg ist eng mit einer gelebten Innovations- und Unternehmenskultur verknüpft. Viele Unternehmen haben auf diese Einsicht reagiert und machen die eigene Kultur zu einem wichtigen Anliegen der Unternehmensführung.

Von besonderer Bedeutung ist es dabei, dass sich jeder Mitarbeiter als wichtiger Teil des Ganzen begreift. Selbst kleinere organisatorische, prozess- oder produktorientierte Neuerungen sind als Innovation von Bedeutung, die den nachhaltigen Unternehmenserfolg garantieren können. Notwendig, um ein vertriebsinternes Verständnis für diese Zusammenhänge zu erzielen, sind offene Informationsstrukturen, kooperative Arbeitsstrukturen, Ansprechpartner für Ideen und eigene Entscheidungsspielräume am Arbeitsplatz.

Viele Firmen haben in diesem Sinne noch Ressourcen, die gehoben werden können. Um dies umsetzen zu können, ist es zunächst wichtig, sich ein Bild vom eigenen Unternehmen, der gelebten Unternehmenskultur und den Abläufen zu verschaffen.

Innovationsaudit
Förderung unternehmerischen Know-hows
Soziale Innovation

Wie halten oder engagieren Sie Fachkräfte?

Die zunehmende Digitalisierung und Globalisierung verändert Arbeitsprozesse in einem unglaublichen Tempo. Menschliche Handgriffe werden zunehmend unbedeutender im Produktionsprozess. Dafür nimmt der Anteil der Kopfarbeit beständig zu. Die „Ressource“ Mensch verliert in dem gesamten Prozess aber keineswegs an Bedeutung. Seine Einsatzgebiete verlagern sich lediglich.

Unter dem Strich bedeutet dies, dass dynamisierende Arbeitsprozesse von dem Einzelnen aber auch von den Unternehmen abverlangt, ständig zu überprüfen, ob Qualifikation und Qualität des Wissens noch den Erfordernissen entsprechen, um auf dem Markt zu bestehen. Für Unternehmen ist daher wichtig, auf hochqualifizierte Fachkräfte zurückgreifen zu können, die ständig über aktuelles Fachwissen verfügen.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind mehrere Wege denkbar. Die eigenen Mitarbeiter müssen motiviert werden, ihren Wissenstand über individuelle Weiterbildungsmaßnahmen „state of the art„ zu halten. Damit wird eine klassische Win/Win Situation erzeugt. Das Unternehmen profitiert einerseits von dem speziellen aktuellen Know How seines Mitarbeiters, auf der anderen Seite weiß der Arbeitnehmer um seine hohe Qualifikation und damit um einen gesicherten Arbeitsplatz in der Region, in der er sich zu Hause fühlt. Daneben führen Weiterqualifikationen dazu, dass der Aufstieg im eigenen Unternehmen möglich ist.

Die Kommunen und Regionen sind sich bewusst wie wichtig es für die ortsansässigen Unternehmen ist, auf gut ausgebildete Fachkräfte zurückgreifen zu können. Das Wissen ist vorhanden, welche Auswirkungen der demographische Faktor auf das Arbeitskräfteangebot vor Ort hat. Daher werden alle Anstrengungen unternommen, Arbeitskräfte zu binden oder in die Region zu holen. Hier kooperieren die betroffenen Institutionen in den Regionen miteinander, um tragfähige Lösungen zu finden.

Weiterbildung in Niedersachsen
Meister-BAföG
Fachkräftebündnisse-Strukturmaßnahmen

Welche Netzwerke sind für Sie zielführend?

Derzeit erweist sich die Forschungskooperation niedersächsischer Unternehmen im Vergleich mit anderen Bundesländern noch als unterdurchschnittlich. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da viele KMU im Tagesgeschäft keine freien Kapazitäten zur Verfügung haben, sich entweder selbst um Forschung und Entwicklung zu kümmern oder dies in Kooperation und Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen zu tun.

Die zentrale Herausforderung ist es also, mittelständische Unternehmen mit Hochschulen in Kontakt zu bringen, um deren Expertise in die Produktion mit einfließen zu lassen. Ein wichtiger Baustein der Zukunft wird es sein, sich nicht nur auf das eigenen Themengebiet auszurichten, sondern über den Tellerrand zu blicken und sich themenübergreifend aufzustellen und Expertise abzuholen. Gelingen kann dies nur mit einem engmaschigen Netzwerk, von dem alle profitieren. In erster Linie zu nennen ist hier das Innovationsnetzwerk Niedersachsen , das Unternehmen dabei unterstützt, Investitionen zu realisieren, mit Forschungseinrichtungen zu kooperieren und innovative Geschäftsideen in wirtschaftlichen Erfolg zu überführen. Die Mitgliedsliste ist lang und umfasst derzeit 275 Mitglieder. Daneben gibt es die Landesinitiative LINGA (Landesinitiative Niedersachsen Generationsgerechter Alltag) und die Initiativen Netzwerk Industrie 4.0 Niedersachsen , BioRegioN- Life Sciences Niedersachsen sowie eHelath.Niedersachsen.

Wenn KMU dazu motiviert werden sollen, neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln beziehungsweise ihre Produkte und Dienstleistungen zu verbessern, ist es wichtig, sich auf deren Blickwinkel einzulassen. Die Bandbreite der Möglichkeiten des einzelnen Unternehmens ist manchmal limitiert. High-Tech-Innovation ist nicht in jedem Unternehmen erforderlich, um sich zukunftsgewandt aufzustellen. Einen Geniestreich oder eine spektakuläre Erfindung kann oftmals nicht das Ziel einer Förderung sein. Förderfähige Innovationen umfassen zum Beispiel clevere Weiterentwicklungen oder optimierte Fertigungsprozesse.

Diese knappe Zusammenstellung zeigt was für die KMU in Niedersachsen von besonderer Wichtigkeit und Bedeutung ist. Jedes Unternehmen muss sich in die Innovationsinfrastruktur mit seinen Anforderungen und Bedürfnissen einbringen können. Dies kann weder vorgegeben noch verordnet werden.

Beratung von KMU zu Wissens- und Technologietransfer
Innovation durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen
Innovationsnetzwerke
Innovationsberatung

Welche Finanzierung bringt Ihr Innovationsvorhaben voran?

Letzteres gilt auch bei der Finanzierung der Innovationsvorhaben. Es muss eine Bandbreite von Möglichkeiten geschaffen werden, in der jedes Unternehmen die für sich adäquate findet, ohne damit überfordert zu werden.

Daher ist es wichtig, dass das Land Niedersachsen in seinem Maßnahmenmix alle Möglichkeiten aufgenommen hat, um zielgenau und effizient reagieren zu können. Diese reichen von Zuschüssen für niederschwellige oder technische Innovationen über Darlehen, Bürgschaften bis zu Beteiligungskapital. Ergänzt werden diese Finanzierungsinstrumente durch Mittel des Bundes oder EU-Programme, die direkt in Berlin oder Brüssel beantragt werden können.

Die Tür für EU-Mittel öffnet beispielsweise das sogenannte KMU-Instrument. Bereits acht Unternehmen aus Niedersachsen waren bisher erfolgreich.

Als Netzwerk der Europäischen Union, dient das „Enterprise Europe Network (EEN)“ der umfassenden Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Es ist darauf ausgerichtet, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zu fördern. 4.000 erfahrene Fachleute bei über 600 Trägerorganisationen in mehr als 50 Staaten arbeiten für dieses Ziel. Sie beraten Wirtschaft und Wissenschaft zu allen Aspekten der EU und des Binnenmarktes. Das Enterprise Europe Network bietet Unterstützung vor Ort, vermittelt Kooperationspartner, führt Audits durch und informiert und berät Unternehmen zu verschiedenen Themen rund um Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit.

Das Enterprise Europe Network Niedersachsen ist Partner in diesem Netzwerk und wird von der NBank koordiniert. Partner in Niedersachsen sind die Leibniz Universität Hannover und die Fachhochschule Osnabrück .

NBeteiligung
Innovationsförderung für KMU und Handwerk
NCapital
Internationaler Kooperationsservice
Finanzierungsberatung

Fazit:

Zusammengenommen bietet sich im Bereich Innovation für niedersächsische Unternehmen vielfältige Perspektiven, sich beispielsweise neue Märkte zu erschließen, das Unternehmen zukunftsgerichtet aufzustellen, durch Netzwerke zu punkten oder das eigene Wachstum anzutreiben. Um die Wege dorthin aufzuzeigen ist die NBank, die Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen, der richtige Ansprechpartner.

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