Klimaschutz durch Moorentwicklung

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Wenn Sie den Klimaschutz durch Verringerung der Freisetzung von CO₂ und anderen Treibhausgaben aus kohlenstoffreichen Böden fördern wollen, unterstützt Sie das Land Niedersachsen mit dieser Zuwendung. Neben der Fortführung konventioneller Ansätze der Moorerhaltung und -regeneration sollen innovative Ansätze zur klimaschonenden Bewirtschaftung von Moorböden zielgerichtet entwickelt werden.

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Wer wird gefördert?

  • Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts, z.B. Gebietskörperschaften, Unternehmen, Stiftungen, Verbände und Vereine
  • Landwirtschaftliche, torfgewinnende, torfverarbeitende, gartenbauliche und forstwirtschaftliche Unternehmen

Was wird gefördert?

  • Wiedervernässung bzw. Optimierung des Wasserhaushaltes in Mooren
  • Vorbereitende Maßnahmen zu Wiedervernässung bzw. Optimierung des Wasserhaushaltes in Mooren, z. B. Erstellung von Gutachten, Planungen, Öffentlichkeitsarbeit, Koordinations- und Beratungstätigkeiten, „Runde Tische“, Management- und Projektplanungsaufgaben, Monitoring und Erfolgskontrollen zur Optimierung von Vorhaben
  • Entwicklung, Erprobung und Vorbereitung, um Vorhaben zur klimaschonenden Bewirtschaftung von Moorböden nachhaltig zu etablieren und im Zusammenhang stehende begleitende Forschung
  • Pilotprojekte zur Erprobung von Paludikulturen bei „nasser“ Landbewirtschaftung

Wie wird gefördert?

Bedingungen

  • Nicht rückzahlbarer Zuschuss
  • Maximal 75 % der förderfähigen Ausgaben, in begründeten Ausnahmefällen bis zu 100 %
  • Mindestens 25 % der förderfähigen Ausgaben oder 100.000 € (Ausnahme bei Vorbereitenden Maßnahmen: mind. 10.000 € bei Gebietskörperschaften sowie mindestens 5.000 € für sonstige Antragsteller)
  • Auszahlung erfolgt nach dem Ausgabenerstattungsprinzip
  • Förderfähig sind Ausgaben für Planung, Personal, Bau- und Baunebenkosten, Beschaffung, Erwerb und Errichtung, Kosten für die Wiederherstellung des Ausgangszustandes bei Versuchsflächen, Vergütung von Werkverträgen und Aufträgen über Dienstleistungen oder Sachleistungen, Sachausgaben, Grunderwerb, Pacht, Gestattungsverträge.
  • Nicht förderfähig sind allgemeine Verwaltungsausgaben (Personal- und Sachausgaben).
  • Eine gleichzeitige Inanspruchnahme von Fördermitteln anderer Landesprogramme oder aus anderen Mitteln der EU für denselben Zweck ist ausgeschlossen.
  • Bitte beachten Sie die Stichtagsregelung

Schritt für Schritt zur Förderung

Den Antrag auf Förderung von Klimaschutz durch Moorentwicklung stellen Sie bitte vor Beginn des Vorhabens über das Kundenportal der NBank.

Wie erfolgt die Antragstellung?

Über die Internetseite der NBank kommen Sie zu unserem Kundenportal. Sie werden Schritt für Schritt durch die Antragstellung geführt und reichen den Antrag sowie die zusätzlichen Dokumente schließlich online ein. Zusätzlich drucken Sie den Antrag bitte aus und lassen ihn uns unterschrieben postalisch zukommen.

Bitte wenden Sie sich frühzeitig vor der eigentlichen Antragstellung an uns, um sich persönlich und individuell beraten zu lassen.

Wenn Sie sich das erste Mal in unserem Kundenportal anmelden, müssen Sie sich zunächst registrieren. Die Registrierung ist nur einmalig erforderlich und ermöglicht Ihnen auch zukünftige Rückmeldungen, Antragstellungen und Abrechnungen. Anschließend loggen Sie sich ein und beginnen mit der Antragstellung. Bitte füllen Sie den Antrag sorgfältig aus.

  • Antrag Klimaschutz durch Moorentwicklung

  • KMU-Prüfschema und Berechnungsbogen
  • Erklärung De-minimis-Beihilfen
  • Vorhabenbeschreibung
  • Ausgabenschätzung
  • Prognose der Nettoeinnahmen
  • Eigen- bzw. Drittmittelnachweise
  • Eigentumsnachweis/Kaufvertrag
  • Übersichts-/Lageplan (soweit vorhanden)
  • Erklärung zur Umsatzsteuer
  • Zusatzblatt Personalausgaben
  • Fachliche Stellungnahme UNB und LWK
  • Angaben zu Rettungs- und Umstrukturierungsbeihilfen
  • Stellenbeschreibung (formlos)
  • Qualifikationsnachweis (für bereits bekannte Mitarbeiter)

Diese Unterlagen finden Sie im Kundenportal oder auf der Förderprogrammseite im Reiter "Downloads".

Bitte senden Sie den Antrag und alle erforderlichen Anlagen zunächst in elektronischer Form über das Kundenportal ab.
Anschließend drucken Sie bitte alle Unterlagen, auf denen Ihre Unterschrift angefordert wird, aus und senden diese unterschrieben im Original per Post an:

Investitions- und Förderbank
Niedersachsen – NBank

Team Hochschulen und Umwelt
Günther-Wagner-Allee 12–16
30177 Hannover

Persönliche Beratung

Wenn Sie sich eine persönliche Beratung und Hilfestellung bei der Antragstellung wünschen,
nehmen wir uns gerne Zeit für Sie. Rufen Sie uns an oder vereinbaren Sie einfach
einen Termin.

Beratung, Fragen, Termine
Montag bis Freitag von 8.00 bis 17.00 Uhr

Team Hochschulen und Umwelt
Tel: 0511 30031-929
Fax: 0511 30031-11929
moorschutz@nbank.de

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Formulare vor Antragstellung (1)

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Formulare Verwendungsnachweis (1)

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Arbeitshilfen & Merkblätter (2)

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Informations- und Kommunikationspflichten (2)

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Rechtliche Grundlagen (8)

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Was im heimischen Garten als Plage gilt und mit Vertikutierern bekämpft wird, das wird an anderer Stelle gezüchtet: Moos!

Die niedersächsischen Moore sind wesentliche Bestandteile unserer Natur- und Kulturlandschaft. In den letzten Jahren wurde erkannt, dass Moore – neben ihrer Bedeutung als Lebensraum für viele moortypische Arten - ökologische Funktionen erfüllen, zum Beispiel für den Klimaschutz.

Klimaschutz durch Moorentwicklung

Im Sommer 2013 hat die Landesregierung das Signal gegeben, für die Moorlandschaften in Niedersachsen neue Impulse zu setzen. Das Ergebnis ist das Programm „Klimaschutz durch Moorentwicklung“, das bei der NBank beantragt werden kann. Es richtet sich unter anderem an land- oder forstwirtschaftliche, torfgewinnende- oder verarbeitende Unternehmen, die sich um die Moorerhaltung und Regeneration kümmern. Auch innovative Ansätze zur klimaschonenden Bewirtschaftung von Moorböden sind förderfähig. Dabei handelt es sich um ein Förderprogramm des Landes, das größtenteils mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wird.

Ein besonderes Beispiel für „Klimaschutz durch Moorentwicklung“ ist das derzeit laufende Projekt des NABU Kreisverbandes Gifhorn : „Praktische Pilotstudie zur Förderung der Vermehrung und Verbreitung von Torfmoosen im Großen Moor bei Gifhorn.“

Seit einem Jahr führt der NABU Kreisverband Gifhorn e.V. dieses Projekt durch. Das Ziel des Projektes ist es, zu erproben, wie Torfmoose am besten vermehrt werden können. Dafür werden von 2016 bis 2018 Varianten untersucht, um Torfmoose ideal zu züchten, und zwar auf der Grundlage zwei mal zwei Meter großer Konstruktionen, die auf dem Wasser schwimmen und damit die Torfmoose kontinuierlich mit Wasser versorgen.

Gebraucht werden die Torfmoose für die Renaturierungsbecken im Naturschutzgebiet „Großes Moor“ nordöstlich von Gifhorn. Diese Renaturierungsbecken werden nach dem Torfabbau von der Torfindustrie angelegt. Dort werden die Torfmoose angesiedelt, um die Entwicklung moortypischer Vegetationsbestände zu fördern. Da sich die Torfindustrie in den kommenden Jahren aus dem Großen Moor zurückziehen wird, entstehen auch zahlreiche neue Becken, für die neue Torfmoose benötigt werden.

Mit dem Projekt wird ein wichtiger Grundstein für die weitere Renaturierung des Großen Moores gelegt und damit ein wesentlicher Beitrag für den Klimaschutz und den Erhalt der Biodiversität geleistet. Die Kosten für das Projekt betragen insgesamt rund 370.000 Euro. Auch hier gilt: Ohne Moos nix los. 242.000 Euro werden über die Förderrichtlinie „Klimaschutz durch Moorentwicklung “ getragen. Mit weiteren 86.000 Euro wird das Projekt von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert.

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