Berufliche Wiedereingliederung von Strafgefangenen und Haftentlassenen

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Das Programm hilft, die Chancen für straffällig Gewordene auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verbessern. Ziel ist es, Vermittlungshemmnisse zu beseitigen und eine dauerhafte Eingliederung zu ermöglichen.

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Wer wird gefördert?

  • Juristische Personen des privaten oder öffentlichen Rechts und Gesellschaften bürgerlichen Rechts
  • Gemeinnützige oder als mildtätig anerkannte Vereine, Verbände der freien Wohlfahrtspflege und andere gemeinnützige rechtsfähige Träger

Was wird gefördert?

  • Maßnahmen im Rahmen des Übergangsmanagements zur Integration arbeitsloser Straffälliger in den ersten Arbeitsmarkt bzw. in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, die der beruflichen Integration dienen.
  • Zuwendungsfähig sind
    • Ausgaben für Bildungs- und Beratungspersonal, inklusive Reisekosten.
    • Vergütung der Teilnehmenden.
    • Verbrauchsgüter sowie Mieten/Leasing und Abschreibungen für Ausstat-tungsgegenstände.
    • indirekte Ausgaben (Verwaltungsausgaben).

Wie wird gefördert?

Bedingungen

  • Die Laufzeit eines Projekts ist grundsätzlich auf 18 Monate beschränkt. Sechs Monate davon nimmt das Übergangsmanagement ein.
  • Bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben werden als nicht rückzahlbarer Zuschuss gefördert. Die Projekteinnahmen bzw. -erlöse werden zuvor abgezogen.
  • Die ESF-Zuwendung ist grundsätzlich begrenzt. Pro Projekt beträgt sie bis zu 125.000 Euro, die über den Projektzeitraum an mindestens zwölf Teilnehmer vergeben werden. Einzelpersonen werden nicht gefördert.
  • Indirekte Ausgaben werden pauschal mit 10 % der direkten Ausgaben gefördert. Die Ausgaben der Position 1.4 des Musterfinanzierungsplans (Ausgaben für Lehrgänge externer Einrichtungen) werden bei der Berechnung der indirekten Ausgaben nicht berücksichtigt.
  • Ohne Genehmigung der NBank darf der Antragsteller vor Projektbeginn keine verbindlichen Liefer-, (Dienst-)Leistungs- oder Arbeitsverträge abschließen.
  • Eine Fördermittel-Kombination ist zulässig, außer von EU-Mitteln anderer Bundes- und Landesprogramme.
  • Die Auszahlung erfolgt in der Regel pro Quartal und kann jeweils zum 01.02., 01.05., 01.08. und 01.11. angefordert werden.

Voraussetzungen

  • Zielgruppe sind ausschließlich Strafgefangene, die während der Laufzeit entlassen werden.
  • Sowohl die Betriebsstätte des Projektträgers als auch der Ort der Projektdurchführung (JVA) müssen in Niedersachsen liegen.
  • Zentrale Ziele sind berufliche und soziale Integration durch soziale Stabi-lisierung und eine verbesserte Motivationslage. Individuelle Problemla-gen werden beseitigt, Kern- und Schlüsselkompetenzen vermittelt, Besei-tigung und Entlassungsvorbereitung gezielt vorbereitet etc.
  • Die Konzeption der Maßnahmen verbindet möglichst Motivierungs-, Qua-lifizierungs- und Betreuungsmaßnahmen miteinander.
  • Relevant ist auch das Übergangsmanagement, mit einer individuellen arbeitsmarktorientierten Entlassungsvorbereitung bzw. Nachbetreuung.
  • Ziel ist die Verbesserung der beruflichen Mobilität. Das Nachholen von Berufsabschlüssen kann vorbereitet/ermöglicht werden.

Bewertung und Priorisierung

Basis dafür sind folgende Qualitätskriterien (Gewichtung durch Punkte):

  • Projektausrichtung am regionalen Bedarf (20): Dazu gehören insbe-sondere bessere Eingliederungsmöglichkeiten sowie die Ausrichtung am Bedarf des Arbeitsmarktes im Einzugsgebiet der JVA.
  • Projektkonzeption (60): Konzeption und Methodik werden danach be-wertet, wie gut sie auf die Zielsetzung abgestimmt sind.
  • Querschnittsziele (20): Gleichstellung von Frauen und Männern, Nicht-diskriminierung und Chancengleichheit, Nachhaltigkeit, gute Arbeit.

Bewertungsrelevante Unterkriterien finden Sie auf dem Formular „Projekt-beschreibung (Langfassung)“. Ein Projekt ist förderfähig, wenn es je min-destens 50 % der Höchstpunktzahl und insgesamt mindestens 75 Punkte erreicht.

Schritt für Schritt zur Förderung

Den Antrag für einen Zuschuss zur beruflichen Wiedereingliederung von Strafgefangenen und Haftentlassenen können Sie unter Verwendung der folgenden Vordrucke und Unterlagen direkt bei der NBank stellen.

Wie erfolgt die Antragstellung?

Der Zuschussantrag ist vor Beginn des Vorhabens bei der NBank zu stellen und kann nur zu festgelegten Stichtagen erfolgen. Dem Niedersächsischen Justizministerium ist eine Ausfertigung der vollständigen Antragsunterlagen zur Kenntnis vorzulegen.
Wir führen Sie durch die einzelnen Schritte der Antragstellung. Eine Liste aller Vordrucke und Dokumente zum Download finden Sie auf dieser Förderprogrammseite unter dem reiter "Downloads".

  • Teilnehmerstatistik und Finanzierungsplan
  • Erläuterungen zum Finanzierungsplan (Kalkulation der einzelnen Ausga-benansätze)
  • Projektbeschreibung (Langfassung): Ausführliche Maßnahmenkonzepti-on unter Berücksichtigung der in der Förderrichtlinie festgelegten Quali-tätskriterien
  • Tätigkeitsdarstellung und -bewertung
  • Konzeptübersicht
  • Nachweise über die erforderlichen Qualifikationen und/oder die entspre-chende Berufserfahrung für das Bildungspersonal und Verwaltungsper-sonal
  • Kofinanzierungsbestätigung des Niedersächsischen Justizministeriums

Senden Sie Ihren Antrag und die zusätzlichen Dokumente online ab und schicken Sie nur den Antrag zusätzlich im Original unterschrieben an:

Investitions- und Förderbank
Niedersachsen – NBank
Günther-Wagner-Allee 12–16
30177 Hannover
strafgefangene-esf@nbank.de

Persönliche Beratung

Wenn Sie sich eine persönliche Beratung und Hilfestellung bei der Antrag-stellung wünschen, nehmen wir uns gerne Zeit für Sie. Rufen Sie uns an oder vereinbaren Sie einfach einen Termin in einer unserer Beratungsstel-len.

Ihre Ansprechpartnerin für die Beratung:

Sabrina Fürstenberg-Wiegmann
Tel.: 0511 30031-867
Fax: 0511 30031-11867
sabrina.fuerstenberg-wiegmann@nbank.de

Ihr Ansprechpartner für das Fördermanagement:

Dennis Hoffmann
Tel.: 0511 30031-423
Fax: 0511 30031-11423
dennis.hoffmann@nbank.de

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